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30.04.2015

18:25 Uhr

Gemeinsame Militäraktion

Russland und China planen Marineübung im Mittelmeer

In unmittelbarer Nachbarschaft zu Europa wollen China und Russland ihre Stärke zeigen: Erstmals wollen beide Länder eine gemeinsame Militärübung im Mittelmeer abhalten. Mitte Mai soll das Marinemanöver stattfinden.

Ein Marinemanöver im Jahr 2008: Nun planen Russland und China ihre erste gemeinsame Marineübung im Mittelmeer. dpa

Marinemanöver im Mittelmeer.

Ein Marinemanöver im Jahr 2008: Nun planen Russland und China ihre erste gemeinsame Marineübung im Mittelmeer.

PekingChina und Russland wollen Mitte Mai ihr erstes gemeinsames Marinemanöver im Mittelmeer abhalten. Dies gab das chinesische Verteidigungsministerium am Donnerstag bekannt. An der Übung beteiligt sein sollen neun Schiffe, darunter drei aus China, die derzeit vor Somalia an einem Anti-Piraten-Einsatz teilnehmen.

„Der Zweck der Übung ist, die freundschaftlichen Beziehungen beider Seiten zu stärken und die Fähigkeit der Marine beider Länder zu verbessern, Bedrohungen auf See zu begegnen“, sagte Ministeriumssprecher Geng Yansheng. Das Manöver richte sich nicht gegen Dritte und sei auch keine Reaktion auf die politischen Wirren in Libyen oder Syrien.

China und Russland ziehen auf der Weltbühne häufig an einem Strang. Anders als der Westen hat Peking Russland in der Ukraine-Krise nicht verurteilt und auch keine Sanktionen verhängt. Der chinesische Präsident Xi Jinping wird an den Moskauer Feiern zum 70. Jahrestag des Kriegsendes am 9. Mai teilnehmen, das von westlichen Politikern gemieden wird.

Auch die Armeen beider Staaten üben jetzt häufiger gemeinsam, unter anderem unter dem Dach der Regionalgruppe Shanghai Cooperation Organisation, die den Einfluss der USA in der Region eindämmen soll.

China bemüht sich um den Aufbau einer Marine, die auch weit entfernt von der Heimat eingesetzt werden kann. Seit 2008 operieren seine Schiffe teilweise bis ins Mittelmeer. 2011 wurde ein hochmodernes Kriegsschiff in das krisengeschüttelte Libyen entsandt, um dort 35 000 Chinesen abzuholen.

Von

ap

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