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02.05.2013

08:07 Uhr

Gemeinsame Wirtschaftszone

Südkorea will Kaesong-Firmen stützen

Die schwelende Gefahr, die von Nordkorea ausgeht, legt noch immer die gemeinsame Wirtschaftszone Kaesong lahm. Südkorea hilft den Unternehmen nun mit 270 Millionen Dollar – das sei bisher nur ein erster Schritt.

Südkoreanischer Sicherheitsbeamter vor dem Übergang zu Kaesong: Die meisten Angestellten haben die Zone verlassen. ap

Südkoreanischer Sicherheitsbeamter vor dem Übergang zu Kaesong: Die meisten Angestellten haben die Zone verlassen.

SeoulSüdkorea stellt für die von der Schließung des Industriekomplexes Kaesong betroffenen Firmen 270 Millionen US-Dollar (knapp 205 Millionen Euro) bereit. Dies sei ein "erster Schritt", teilte das Vereinigungsministerium in Seoul am Donnerstag mit. Sobald das Ausmaß der Verluste durch die Schließung des gemeinsam mit Nordkorea betriebenen Industrieparks klar sei, könnten die Firmen Entschädigungen aus einem weiteren Topf in selber Höhe erhalten.

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Erneut hat Nordkorea das Ende des gemeinsam mit Südkorea betriebenen Industrieparks von Kaesong in Erwägung gezogen. Der grenznahe Sonderwirtschaftszone wurde zuvor bereits ein Produktionsstopp auferlegt.

In der grenznahen Sonderwirtschaftszone auf nordkoreanischem Gebiet hatten sich seit 2004 mehr als 120 südkoreanische Firmen angesiedelt. Für sie arbeiteten auch mehr als 50.000 Menschen aus Nordkorea. Obwohl die Sonderwirtschaftszone für Pjöngjang ein wichtiger Devisenbringer ist, hatte der Norden Anfang April südkoreanischen Beschäftigten den Zugang verwehrt und kurze Zeit später alle seine Arbeitskräfte abgezogen. Auch Südkorea ließ daraufhin sukzessive alle seine Arbeitskräfte heimkehren. Lediglich sieben Vorgesetzte sind noch in Kaesong geblieben, um Verwaltungsfragen mit den nordkoreanischen Behörden zu klären.

Von

afp

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