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01.02.2013

15:59 Uhr

Geplante Abgabe

Finanzsteuer soll EU 34 Milliarden Euro einbringen

Mit der Finanztransaktionssteuer könnte die Staatengemeinschaft Milliarden einnehmen. Das geht aus einem Entwurf der EU-Kommission hervor. Auch die teilnehmenden Länder würden von der Abgabe profitieren.

Die Finanztransaktionssteuer soll in einigen Staaten der EU eingeführt werden. Dem Staatenbund würde das rund 34 Milliarden Euro einbringen. dpa

Die Finanztransaktionssteuer soll in einigen Staaten der EU eingeführt werden. Dem Staatenbund würde das rund 34 Milliarden Euro einbringen.

Brüssel/BerlinDie geplante europäische Finanzsteuer soll den elf teilnehmenden EU-Ländern 34 Milliarden Euro Einnahmen bringen. Das geht aus einem Entwurf der EU-Kommission hervor, der der Deutschen Presse-Agentur dpa vorliegt. „Schätzungen gehen davon aus, dass sich die Einnahmen der Steuer je nach Marktreaktionen auf jährlich 34 Milliarden Euro in allen Teilnahmestaaten belaufen würden“, schreiben EU-Experten darin. Dies würde den teilnehmenden Staaten „einen Strom an Einnahmen sichern“.

Laut Entwurf soll die Finanzsteuer im Januar 2014 in Kraft treten. Die Abgabe soll grundsätzlich alle Finanztransaktionen umfassen. Geschäfte mit Aktien und Anleihen sollen demnach mit 0,1 Prozent und solche mit spekulativen Finanzprodukten mit 0,01 Prozent besteuert werden. Dies hatte die EU-Kommission 2011 in ihrem ersten Entwurf für alle 27 EU-Länder ebenso vorgeschlagen.

EU-weit scheiterte das Vorhaben am Widerstand der Briten und Schweden. In der gesamten EU hätte die Steuer Einnahmen von rund 57 Milliarden Euro jährlich gebracht. Ihren neuen Vorschlag will die Kommission am 14. Februar präsentieren.

In der vergangenen Woche hatten die EU-Staaten den Weg für den Alleingang von elf Ländern zur Einführung der Finanztransaktionssteuer frei gemacht. Die EU-Finanzminister hatten das Vorangehen gebilligt. Europa ist damit die erste Region der Welt, wo diese umstrittene Steuer auf Finanztransaktionen eingeführt wird. Deutschland und Frankreich setzten sich für das Prestigevorhaben ein, um den Finanzsektor an den Kosten der Finanzkrise angemessen zu beteiligen.

Teilnehmer sind auch Österreich, Belgien, Estland, Griechenland, Italien, Spanien, Portugal, Slowakei und Slowenien. Die Niederlande überlegen noch, ob sie mitmachen wollen.

Von

dpa

Kommentare (6)

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Account gelöscht!

01.02.2013, 16:09 Uhr

ich bin dagegen das die EU steuern einzieht, im letzten Haushalt haben die ein 8 Milliarden loch gerissen, und es versickert jetzt schon zuviel

Account gelöscht!

01.02.2013, 17:20 Uhr

Heute morgen lief im Radio ein Werbespopt für Urlaub im Bayerischen Wald, den ich - obwohl ich selten Radio höre - schon mindestens 20 mal gehört habe.

Am Ende des Sppots der Hinweis: Gefördert durch die Europäische Union.

Toll! Dafür werden also unsere Steuern verplempert!

Um's wie die Briten zu sagen:

I WANT MY MONEY BACK!!!

------
Was diese Schwachsinnssteuer angeht:

Wenn mein Riester-Vertrag im Alter wegen dieser Finanztransaktionssteuer weniger abwirft, kann mir dann mal bitte jemand erklären, inwiefern ich der 'Finanzsektor' bin, der sich ja 'an den Kosten der Finanzkrise beteiligen soll' ??????

Ich habe durch mein Verhalten zu keiner Zeit eine Krise verursacht und fühle mich daher - wie Millionen anderer Sparer auch - zu unrecht angesprochen.

Danke Attac & Co: Der täglich Millionen hin- und herhandelnde Trader geht nach Singapur und lacht sich schrullig, und der durchschnittliche Sparer darf wieder zahlen.

Das ganze nennt sich dann Soziale Gerechtigkeit.

Smokie2013

01.02.2013, 19:24 Uhr

Tja, immer mehr Steuern.

Im Endeffekt wird der kleine Sparer auf Aktienkäufe und -verkäufe jetzt auch nochmal Steuern zahlen. Europa versinkt in Steuern.

Wir sind auf dem besten Weg in den Kommunismus.

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