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04.01.2015

21:08 Uhr

Gerichtsbeschluss

Israel baut Sperrzaun nicht durch Kulturstätte

Im Kampf um eine Kulturstätte haben Dorfbewohner aus dem Westjordanland gegen die israelische Regierung gewonnen: Die umstrittene Sperranlage zwischen den Territorien wird nicht durch das antike Battir gebaut.

Das Dorf Battir im Westjordanland: Der Sperrzaun zwischen Israel und dem Westjordanland wird die antike Kulturstätte nicht teilen. ap

Das Dorf Battir im Westjordanland: Der Sperrzaun zwischen Israel und dem Westjordanland wird die antike Kulturstätte nicht teilen.

JerusalemNach Protesten palästinensischer Dorfbewohner baut Israel seine umstrittene Sperranlage nicht durch eine antike Kulturstätte. Das Oberste Gericht teilte am Sonntag mit, die Petition der Bewohner von Battir sei hinfällig geworden, da das Verteidigungsministerium erklärt habe, den Sperrzaun bis auf weiteres nicht durch das Dorf zu bauen. Derzeit habe der Bau für das Ministerium „keine Priorität“, erklärte das Gericht. Battir liegt an der Grenze Israels zum Westjordanland und ist Heimat antiker römischer Bewässerungsanlagen und Terrassen.

Die Bewohner von Battir hatten 2012 zusammen mit der Organisation Friends of the Earth Middle East eine Petition eingereicht. Im Juni setzte die UN-Kulturorganisation Unesco die Stätte auf ihre Liste der bedrohte Kulturgüter. Friends of the Earth bezeichnete die Entscheidung von Sonntag als „wichtigen Sieg“ und ein Zeichen der „Hoffnung auf eine bessere Zukunft“. Die Lücke bei Battir ist die letzte Öffnung in der umstrittenen Sperranlage im Süden von Jerusalem.

Auch jüdische Siedler in der Region hatten die Schließung der Lücke abgelehnt, weil sie damit von Jerusalem abgeschnitten worden wären. Die Landschaft um Battir ist durch bewässerte Terrassen geprägt, die zum Anbau von Wein, Oliven und Gemüse genutzt werden.

Fünf Fakten über Israel

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Darin verstreut liegen alte Dörfer, Gräber und Festungsanlagen. Nach UN-Angaben hat Israel bereits zwei Drittel der 2002 begonnenen Sperranlage fertiggestellt, die am Ende auf einer Länge von 712 Kilometern Israel vom Westjordanland trennen soll.

Von

afp

Kommentare (7)

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Herr Peter Petersen

05.01.2015, 09:36 Uhr

Mir kommen die Tränen ;-) Ach, diese ach so menschliche Politik Israels. Albert Schweizer wäre sicherlich stolz auf diese Leute gewesen -- Lol

Herr Helmut Paulsen

05.01.2015, 12:54 Uhr


LESENSWERT Verschwörungstheorie ? Zur Wahrheits-Krise der Medien in Deutschland:

Auszeichnung und Rede vom CEO des Axel Springer Verlages Dr. Mathias Döpfner (BILD, WELT) in Israel vor der LOGE B’nai B’rith Europe am 10. Juni 2014 (.pdf siehe unten)

"Sehr verehrter Herr Bundesminister, lieber Herr Dr. Schäuble,
Exzellenzen, lieber Yakov,
Lieber Michel Friedman, (N24-Friedman)
Lieber Herr Hofmann,
Liebe Friede Springer, (Axel Springer Verlag)
Lieber Mario Draghi, (EZB, Frankfurt a. Main)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

... die Pressefreiheit sei in Gefahr, der Text müsse erscheinen. Ich ging in die Offensive und sagte: Wir drucken alles, was klug ist, es sei denn, es widerspricht der deutschen Verfassung. Hinzu kommen drei Grundwerte für die diese Zeitung, allein schon aufgrund ihrer Geschichte, stehen sollte: für die deutsche Wiedervereinigung, für die Marktwirtschaft und für die Bekämpfung jeder Form von Antisemitismus. Deshalb halte ich diesen antiisraelischen und antisemitischen Text für undruckbar. Im Konferenzraum stieg der Adrenalinspiegel. „Na dann gehen Sie doch gleich zu Springer, da steht so was in den Verträgen“ bellte ein Ressortleiter in die Runde. Ich war verdutzt. Denn dass es bei Axel Springer Präambeln gab, die etwas sehr Ähnliches formulierten, davon hatte ich damals keine Ahnung. ... Eine Zukunft, in der sich das jüdische und das deutsche Volk eines Tages wieder versöhnen können. ..."

http://www.bnaibritheurope.org/bbeurope/en/news/news-of-bnai-brith/524-mathias-doepfner-ceo-of-the-axel-springer-group-a-self-styled-non-jewish-zionist-receives-the-bnai-brith-europe-2014-award-of-merit-

"... packt ein Zeitungspaket auseinander bis ein großer Fisch zum Vorschein kommt: „Der wahre Grund ist, dass wir von einem Fisch stets nur den Kopf essen.“ ..." (Zitat Döpfner, Gesamtrede siehe .pdf)

http://www.bnaibritheurope.org/bbeurope/bbeurope/Rede%20MD%20Bnai%20Brith%2010.06.2014.pdf

Herr Helmut Paulsen

05.01.2015, 12:54 Uhr

FORTSETZUNG mit Bezug zu PEGIDA:

Jetzt meine Reflektion zu diesem durchaus sensiblen Tabu-Thema, zu dem man ja eigentlich garnichts sagen dürfte (warum eigentlich nicht ?). Existenzrecht und Freundschaft mit Israel ja, aber bitte auch ohne Schein-Demokratie in Deutschland mit Frau Merkel die uns nur scheinbar ferngesteuert verwaltet und endlich Abbau der ewigen Schuld. Deutschland ist doch kein ewiges weltweites Umerziehungslager. Wir sind keine ewigen Ungeheuer. Ich selbst bin in den 1960er Jahren in der DDR geboren. Habe ich Schuld ? Frau Merkel hatte eine bedeutende Rede in der Knesset im Jahr 2008 gehalten, teilweise hebräisch, wie sie auf hebräisch sagte, als ihre Muttersprache und erhielt auch einen Orden von B’nai B’rith (siehe Bild .jpg nachfolgend). Ihre Mutter ist polnisch-jüdisch, deshalb hebräisch als ihre Muttersprache bezeichnet.

Merkel bekommt den B’nai B’rith Europe Orden:
https://derhonigmannsagt.files.wordpress.com/2010/05/merkel-b-nai-b-rith.jpg

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