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16.02.2017

16:36 Uhr

Geringere Einnahmen

Norwegen schont seinen Ölfonds

Der milliardenschweren Pensionsfonds Norwegens füllt sich durch die Öleinnahmen des Landes. Doch zukünftig will Norwegen weniger Geld entnehmen – Experten hatten vor geringeren Einnahmen gewarnt.

Die Regierung will mit den landeseigenen Öl- und Gasreichtümern verantwortungsvoll umgehen. AP

Ministerpräsidentin Erna Solberg

Die Regierung will mit den landeseigenen Öl- und Gasreichtümern verantwortungsvoll umgehen.

OsloNorwegen will künftig weniger Geld aus dem milliardenschweren norwegischen Pensionsfonds entnehmen, der sich aus den Öleinnahmen des Landes speist. Statt bisher vier Prozent sollten nur noch drei Prozent des Wertes des staatlichen Fonds jährlich verbraucht werden, wie die Regierung am Donnerstag in Oslo vorschlug. Darüber hinaus solle der Aktienanteil des Fonds von 62,5 auf 70 Prozent erhöht werden, sagte Norwegens konservative Ministerpräsidentin Erna Solberg bei einer Pressekonferenz. „Der Vorschlag der Regierung stellt eine weiterhin verantwortungsvolle Verwaltung der großen Öl- und Gasreichtümer sicher.“

Die Höhe der Entnahmen aus dem Fonds orientiert sich an der erwarteten Höhe der Einkünfte. Experten hatten gewarnt, dass der Fonds in Zukunft weniger abwerfen werde. In den vergangenen Jahren hatte die Regierung ohnehin schon weniger Geld für den Staatshaushalt abgezweigt, als sie gedurft hätte. Aktuell beträgt der Wert des Fonds rund 7,5 Billionen norwegische Kronen (rund 846 Milliarden Euro). Der Vorschlag der Regierung soll dem Parlament Ende März vorgelegt werden.

Von

dpa

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