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23.01.2015

09:33 Uhr

Geringeres BIP

Südkoreas Wirtschaft wächst langsamer

Der private Konsum, die Bauinvestitionen und auch die Exporte gingen in Südkorea zurück. Im vierten Quartal wuchs das BIP deshalb langsamer. Der neue Regierungschef macht sich das Wirtschaftswachstum zum Hauptziel.

Südkoreanische Börsenhändler schauen auf ihre Monitore. Die Wirtschaft des Landes schwächelt, wächst aber immer noch deutlich. dpa

Südkoreanische Börsenhändler schauen auf ihre Monitore. Die Wirtschaft des Landes schwächelt, wächst aber immer noch deutlich.

SeoulSüdkoreas Wirtschaftswachstum hat im Schlussquartal 2014 infolge geringerer Staatsausgaben an Tempo verloren. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der viertgrößten Volkswirtschaft Asiens stieg in den Monaten Oktober bis Dezember im Vergleich zum Quartal davor nur noch um 0,4 Prozent. Das geht aus den Zahlen hervor, die die Zentralbank des Landes am Freitag veröffentlichte. Im dritten Quartal war die Wirtschaft um 0,9 Prozent gewachsen.

Im Jahresvergleich zog das BIP im vierten Quartal um 2,7 Prozent an. Das war das langsamste Tempo seit mehr als einem Jahr. Bank-Gouverneur Lee Ju Yeol hatte in der vergangenen Woche neben den geringeren Staatsausgaben auch einen Rückgang beim Verkauf von Mobilgeräten als Grund für ein schwaches Schlussquartal genannt.

Im Gesamtjahr wuchs Südkoreas Wirtschaft den Angaben zufolge um 3,3 Prozent, nach 3,0 Prozent 2013. Obwohl sich das Wachstum des Privatverbrauchs, der Bauinvestitionen und Exporte verlangsamt habe, seien die Ausrüstungsinvestitionen wieder gewachsen, hieß es. Für dieses Jahr erwartet die Bank ein BIP-Wachstum von 3,4 Prozent. Südkorea ist der achtwichtigste Handelspartner der EU. Die EU ist für Südkorea nach China der zweitwichtigste Abnehmer von Waren.

Neuer Nachfolger für Regierungschef gefunden

Mehr als neun Monate nach dem Rücktrittsangebot ihres Ministerpräsidenten wegen der Fährkatastrophe in Südkorea hat Präsidentin Park Geun Hye endlich einen Nachfolger gefunden. Die südkoreanische Staatenlenkerin nominierte den Chef der Regierungspartei, Lee Wan Koo, als möglichen Nachfolger des rücktrittsgewillten Regierungschefs Chung Hong Won.

Chung hatte nach der „Sewol“-Katastrophe im April 2014 mit mehr als 300 Toten angeboten, wegen des Unglücks aus dem Amt zu scheiden. Park hatte sich im Juni entschieden, zunächst an ihm festzuhalten, nachdem zwei mögliche Nachfolger wegen Fragen über ihre Vergangenheit aus dem Rennen ausgeschieden waren.

Als Präsidentin ist Park die ausführende Kraft in ihrem Land. Doch der Ministerpräsident leitet Südkorea, sobald das Staatsoberhaupt außer Gefecht ist.

Lee sagte vor Journalisten, im Falle einer Bestätigung durch das Parlament werde er alles in seiner Macht stehende tun, um die Wirtschaft wiederzuleben. Die Stärkung der nationalen Ökonomie ist eines von Parks Hauptanliegen.

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