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06.08.2013

02:08 Uhr

Geschlossene Botschaft

Al-Kaida-Telefonat löste US-Terroralarm aus

Ein Telefongespräch soll weltweit zur Schließung von 19 amerikanischen Botschaften geführt haben: Al-Kaida-Chef Al-Sawahri habe mit einer Organisation in Jemen über konkrete Anschläge gesprochen.

Angesichts der Terrorwarnung aus den USA blieb auch die deutsche Botschaft in Jemen vorerst geschlossen (Archivbild). dpa

Angesichts der Terrorwarnung aus den USA blieb auch die deutsche Botschaft in Jemen vorerst geschlossen (Archivbild).

WashingtonEin Telefonat zwischen Al-Kaida-Chef Ajman al Sawahri und dem Leiter seiner Organisation im Jemen hat die USA zu dem großen Terroralarm bewogen, wegen dem bis kommenden Samstag 19 diplomatische Vertretungen geschlossen wurden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AP aus US-Geheimdienstkreisen und von einem nahöstlichen Diplomaten.

Die vor einigen Wochen abgefangene Botschaft an den Chef der Al-Kaida auf der arabischen Halbinsel, Nassir al Wahischi, gerichtet und schien sich zunächst lediglich mit speziellen jemenitischen Themen zu befassen.

Die Bedrohungslage wurde im Zuge der Ermittlungen auf amerikanische und andere westliche Einrichtungen ausgeweitet: Ziel eines Anschlags könnte eine einzelne Botschaft oder mehrere Vertretungen oder auch eine andere Einrichtung sein, sagten die Gewährsleute. US-Kongressabgeordnete haben gesagt, die Anschlagsplanung sei in der Endphase gewesen, haben aber keine Details genannt.

Al-Sawahris Telefonat mit Wahischi veranlasste die USA am Sonntag zur Schließung von fast zwei Dutzend diplomatischen Vertretungen von Mauretanien in Westafrika bis über den Nahen und Mittleren Osten nach Bangladesch und Richtung Süden bis Madagaskar. 19 Vertretungen bleiben bis kommenden Samstag geschlossen, stark befestigte Botschaften wie in Kabul und Bagdad wurden wieder geöffnet.

Wann die deutsche Botschaft im Jemen wieder geöffnet wird, ist unklar. Das Auswärtige Amt sprach am Montag von einer sensiblen Sicherheitslage in der Region und ordnete eine Überprüfung aller Reise- und Sicherheitshinweise an.

Jemenitische Behörden veröffentlichten unterdessen die Namen von 25 gesuchten mutmaßlichen Al-Kaida-Mitgliedern. Diese Verdächtigen planten in Sanaa und anderswo im Land Terrorangriffe auf „ausländische Büros und Organisationen und jemenitische Einrichtungen“. Die jemenitische Regierung erhöhte am Montag die Sicherheitsmaßnahmen für Regierungseinrichtungen und an Kontrollpunkten.

US-Regierungsvertreter wollen nicht sagten, welcher Geheimdienst - CIA, NSA, DIA oder ein anderer - den Telefonanruf Al-Sawahris entdeckt habe. Aus US-Geheimdienstkreisen verlautete aber, dass die von Geheimdienst-Enthüller Edward Snowden öffentlich gemachten Spähprogramme keine Rolle bei dem ersten Hinweis spielten.

Erst als die Verschwörung aufgedeckt worden sei, konnten mit der Telefon- und Internetdatenerfassung der NSA weitere Einzelheiten ermittelt werden, hieß es weiter.

Die Schließung der US-Vertretungen bis Samstag fällt in die Zeit des 15. Jahrestags der Anschläge auf US-Botschaften in Kenia und Tansania am 7. August 1998. Im Jemen wurden auch die deutschen und britischen Botschaften geschlossen. Norwegen schränkte den Zugang zu 15 Botschaften im Nahen Osten und Afrika ein.

Kommentare (14)

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Smoerf

06.08.2013, 06:12 Uhr

Tja, so ist das mit abgehörten Gesprächen. Man kann sich nicht sicher sein in weit solche Gespräche fingiert sind und daher eine Gefahr aufzeigen, wo eigentlich keine ist.

Wahrheitsfindung

06.08.2013, 07:20 Uhr

9/ 11 Bengasi die Ermordung des Botschafters war auch selbst inszeniert. Obama hatte in einem Fernsehinterview einen aufgewühlten Mob verantwortlich für die Ermordung gemacht, um Hass zwischen der westlichen und der arabischen Welt aufzubauen.
Obwohl ihm schon vorher bekannt war, dass ein gezielter Anschlag mit Al Kaida geplant war. Er hat also gelogen. Auch hier scheint die CIA die Finger im Spiel gehabt zu haben.
Im Übrigen kann man anhand von den Zahlenkombinationen Rückschlüsse auf die Täterkreise ziehen. Es sind okkulte Netzwerke, die sich mit Zahlenmagie auskennen.
Mal schauen, ob die Herren so dumm sind, im kommenden September wieder eine Show zu veranstalten, denn dann sollte es langsam auffliegen.

Account gelöscht!

06.08.2013, 07:23 Uhr

Und wenn sie nicht fingiert sind, merkt das ja - wenn die erste Bombe hochgeht.

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