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01.07.2011

20:19 Uhr

Gesetze gelockert

Kuba erlaubt Handel mit Autos und Wohnungen

In Zukunft wird es in Kuba möglich sein, Wohneigentum und Autos privat zu Handeln. So sollen kubanische Wohnungsproblematik gelöst werden. Der Inselstaat öffnet sich immer weiter marktwirtschaftlichen Prinzipien.

Ein Auto vor Wohnhäusern in Havanna. Quelle: Reuters

Ein Auto vor Wohnhäusern in Havanna.

HavannaKubas Regierung will künftig den Kauf und Verkauf von Wohneigentum und Autos zwischen Privatpersonen erlauben. Die Erleichterungen sollen noch vor Ende des Jahres in Kraft treten und auch für Ausländer gelten, wie die offizielle Parteizeitung „Granma“ am Freitag in Havanna schrieb. Danach soll künftig die „Weitergabe von Wohneigentum - Kauf und Verkauf, Tausch, Schenkung, Überlassung - zwischen gebürtigen Kubanern mit Wohnsitz im Land und permanent auf Kuba lebenden Ausländern“ möglich sein.

Die geplante Neuregelung sei vor einigen Tagen bei einem Treffen des Ministerrates unter Leitung von Präsident Raúl Castro gebilligt worden. Von dem Treffen war bislang nichts bekannt geworden. Nach den jetzigen Informationen soll es auch möglich werden, dass Wohneigentum von Kubanern, die das sozialistische Land endgültig verlassen haben, auf Familienmitglieder, wie Ehepartner, Ex-Ehepartner und Verwandte bis vierten Grades übergeht.

Die neuen Bestimmungen sollen nach dem „Granma“-Bericht auch zur Lösung der Wohnungsprobleme auf Kuba beitragen. Allein für die Änderungen der bisherigen Rechtslage müssen den Angaben zufolge 188 Bestimmungen revidiert werden. Kubaner und auf der Karibikinsel lebende Auländer dürfen zudem bald ihre eigenen Autos verkaufen oder andere kaufen, ohne dass dabei Baujahrbeschränkungen beachtet werden müssen. Für diese Erleichterung müssen insgesamt rund 40 geltende Bestimmungen überarbeitet werden.

Von

dpa

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