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31.05.2012

01:31 Uhr

Gesetzespaket

Italien will den Kündigungsschutz lockern

Italiens Gewerkschaften schäumen: Der italienische Senat hat den ersten Teil einer Reform gebilligt, die den Kündigungsschutz lockert. Ministerpräsident Monti demonstrierte seinen Glauben an positive Folgen eindrücklich.

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti hat die Vertrauensfrage gestellt. dapd

Der italienische Ministerpräsident Mario Monti hat die Vertrauensfrage gestellt.

RomDer italienische Senat hat am späten Mittwochabend den ersten Teil einer umstrittenen Arbeitsmarktreform gebilligt. Das Gesetzespaket soll vor allem den Kündigungsschutz lockern und Arbeitgebern damit mehr Flexibilität bei der kurzfristigen Einstellung und Entlassung von Beschäftigten gewähren.

Die italienischen Gewerkschaften hatten die Reform zuvor scharf kritisiert. Ministerpräsident Mario Monti erklärte hingegen, das Gesetzespaket werde für Wirtschaftswachstum sorgen.

Um die Reform zügig durch das Parlament zu bringen, hatte Monti die Abstimmung mit der Vertrauensfrage verknüpft. Nach der Abstimmung über den zweiten Teil im Senat muss die Abgeordnetenkammer noch über das Gesetzespaket entscheiden.

Von

dapd

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

31.05.2012, 03:10 Uhr

Die Kleinen hängt man, die Großen läßt man laufen!
Immer wieder wird am unteren Ende der Gesellschaft, d.h. den Arbeitnehmern eingespart durch sogenannte Reformen!
Monti sollte sich mal darum kümmern, die Mafia dran zu bekommen! Aber die italienische sakrosankte Trinität aus Kirche, Staat und Mafia sind außen vor.

Account gelöscht!

31.05.2012, 03:31 Uhr

Kündigungsschutz erschwert den Zugang von jungen Arbeitnehmern zum Arbeitsmarkt, während ältere Arbeitnehmer geschützt werden. Einstellungen von neuen Mitarbeitern sind momentan 'the last resort', dies zu ändern ist notwendig und überfällig. Nur so kann die Konjunkturflaute und Jugendarbeitslosigkeit bekämpft werden.

@rokober:
Da Quervergleiche mit Deutschland derzeit populär sind: Erst die Flexibilisierung des Arbeitsmarktes mit den Hartz Reformen hat Deutschland nachhaltiges Wachstum und Produktivität beschert, von denen Sie nun profitieren.

Ihr Beitrag ist populistisch, Monti unternimmt viel gegen Schatten- und Vetternwirtschaft, jedoch handelt es sich dabei um einen langwierigen Prozess. Italien hat viele substanzielle Schwächen, andauernde Diskussionen über Mafia, Steuerhinterziehung, etc. lenken nur von den tiefergehenden Problemen wie z.B. den inflexiblen Arbeitsmarkt ab. Es sind aber letztere der Hauptgrund für Italiens mangelnde internationale Wettbewerbsfähigkeit.

ashlambert

31.05.2012, 04:06 Uhr

Dem kann ich voll zustimmen.

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