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07.11.2013

03:54 Uhr

Gespräche in Genf

Iran kann auf Lockerung von Sanktionen hoffen

Nach ersten vielversprechenden Gesprächen setzen sich die UN-Vetomächte und Deutschland erneut mit dem Iran zusammen. Iran hofft auf die Lockerung von Sanktionen – erste Andeutungen darauf gab es bereits.

Irans neuer Außenminister Mohammad Dschawad Sarif. ap

Irans neuer Außenminister Mohammad Dschawad Sarif.

GenfDie Bemühungen um eine friedliche Lösung im Streit um das iranische Atomprogramm gehen am Donnerstag in eine neue Runde. Vertreter des Irans und Unterhändler der fünf UN-Vetomächte sowie Deutschlands (5+1) wollen dazu bis Freitag in Genf ihre Gespräche fortsetzen.

In der vorangegangenen Runde im Oktober hatte es Fortschritte, aber keinen Durchbruch gegeben. Nach Einschätzung von informierten Quellen wird es aber auch diesmal zu keinen konkreten Entscheidungen kommen.

Beide Seiten zeigten sich mit den Expertentreffen in Wien zufrieden, wollten aber über Inhalte nichts sagen. Bei dem Treffen mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) soll Iran einen neuen Vorschlag vorgelegt haben. IAEA-Inspekteure wollen nach dem Treffen in Genf in den Iran reisen. Teheran hofft, dass auch IAEA-Chef Yukiya Amano an dem für den 11. November geplanten Besuch teilnimmt.

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Bei einem Treffen mit Vertretern der Atomenergiebehörde sollen alle „restlichen Probleme“ ausgeräumt werden. Seit Samstag gibt es jedoch ein weiteres Problem, das es der iranischen Delegation nicht leichter machen wird.

Die 5+1-Gruppe will Sicherheiten, dass Irans Atomprogramm friedlich ist und das Land kein geheimes Waffenprogramm verfolgt. Der Iran sei zwar bereit, diese Sorgen auszuräumen, werde aber nicht sein Recht auf ein ziviles Atomprogramm aufgeben, hieß es.

Das schließe auch die Urananreicherung auf mindestens fünf Prozent für die Stromerzeugung ein. Verhandelbar seien aber die Einstellung der Urananreicherung auf 20 Prozent und intensivere IAEA-Inspektionen, auch von Militäranlagen. Dafür müssten die internationalen Sanktionen aber zumindest teilweise aufgehoben werden. Diese haben das Land in den vergangenen zwei Jahren in eine Wirtschaftskrise geführt.

Die Sanktionen waren auch Thema des Expertentreffens in Wien. Daran nahmen neben Atomexperten auch Vertreter des iranischen Öl- und Handelsministeriums sowie des Banken- und Versicherungssektors teil. Es gibt daher Spekulationen, wonach es in Genf erste Erleichterungen im Bankensektor geben könnte. Teheran argumentiert, dass es dann wieder lebenswichtige Medikamente und Nahrungsmittel bestellen könnte. Die Aufhebung anderer Sanktionen - wie beispielsweise bei den Ölexporten - wird nach Ansicht von Experten aber länger auf sich wartenlassen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Peter

07.11.2013, 09:45 Uhr

Super.
Ich bin fest davon überzeugt,dass der Iran keine aggressiven Absichten hat,Atomwaffen zu bauen und als
Abschreckung zu besitzen.
Aber mal so : Kann man sich denn Sicher sein,dass nicht
auch Pakistan,Indien oder Israel eines Tages mit ihren
Atomwaffen Unfug machen könnten ?
Das muss man auch mal so sehen...

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