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27.09.2012

12:22 Uhr

Gespräche

Israel und USA reden über „rote Linie“ für Iran

Nach Aussagen des israelischen Außenministers diskutieren sein Land und die USA über „rote Linien“ im Atomstreit mit Iran. Bisher hatten die Amerikaner eine solche Grenze abgelehnt.

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu und US-Präsident Barack Obama. Nach Aussagen Israels sprechen die beiden Länder über eine „rote Linie“ für den Iran. AFP

Der israelische Premier Benjamin Netanjahu und US-Präsident Barack Obama. Nach Aussagen Israels sprechen die beiden Länder über eine „rote Linie“ für den Iran.

JerusalemIsrael führt nach eigenen Angaben rege Verhandlungen mit den USA über das Ziehen „roter Linien“ im Atomstreit mit dem Iran. Der stellvertretende Außenminister Danny Ajalon sagte dem israelischen Rundfunk, diese Grenzen für Teheran müssten aber nicht unbedingt öffentlich präsentiert werden. Die USA lehnen diese von Israel schon mehrmals geforderten „roten Linien“ bislang ab.

„Unsere Positionen nähern sich immer weiter an, und der Grund dafür ist unter anderem, dass die Iraner ihre (nuklearen) Aktivitäten immer weiter fortsetzen“, sagte Ajalon am Donnerstag. „Wenn die Iraner die Welt weiter so provozieren, wird diese Annäherung letztlich zu einer vollständigen Einigkeit (mit den USA) in unseren Positionen führen.“

Ajalon sagte, es gebe glaubwürdige Berichte, dass die iranische Wirtschaft sich wegen der internationalen Sanktionen am Rande des Zusammenbruchs befinde. Er sprach auch von einem „frischen Wind im politisch-gesellschaftlichen Bereich gegen die Regierung und gegen die Ajatollahs“ im Iran. Dennoch hätten die Sanktionen ihr eigentliches Ziel, den Bau einer iranischen Atombombe zu verhindern, noch nicht erreicht.

Ajalon nannte die jüngste Rede des US-Präsidenten Barack Obama vor den Vereinten Nationen „sehr wichtig“. Obama hatte gesagt, die USA würden „tun, was wir müssen, um den Iran daran zu hindern, eine Atomwaffe zu erlangen“. Der israelische Vize-Außenminister sagte dazu: „Wenn eine Supermacht so etwas sagt, dann sollte man besser zuhören.“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wollte am Donnerstag während einer Rede vor der UN-Vollversammlung in New York erneut „rote Linien“ im Atomstreit mit Teheran fordern. Vor seiner Abreise nach New York kritisierte er scharf die Rede des iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad vor den Vereinten Nationen. „Die Geschichte lehrt, dass jeder zum Scheitern verurteilt ist, der uns von der Landkarte ausradieren will“, hieß es in seiner schriftlichen Mitteilung.

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Von

dpa

Kommentare (9)

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Account gelöscht!

27.09.2012, 14:52 Uhr

Wenn ich Berichte über Netanjahu lese, muss ich immer an einen wütenden kleinen Jungen denken, der seinen Willen nicht kriegt und immer garstiger wird. Ein Mann, der so redet kann doch nicht mehr ernst genommen werden.

Ich habe die deutsche Übersetzng von Ahmadinejads Rede (im Netz leicht zu finden) gelesen und muss schon sagen, sie überzeugt mich absolut. Eine Rede, wie ich sie von West-Politikern noch nie gehört habe. Es hört sich glaubwürdig an wenn A. sagt, Iran baut keine Atomwaffen. Ich glaube nicht, dass er lügt ! Das tun ganz andere und das in Perfektion ohne mit der Wimper zu zucken und rot zu werden!!

tuete33

27.09.2012, 16:24 Uhr

es sollen ja nur die atomanlagen angegriffen werden und nicht die zivilbevölkerung. tschernobyl und fukushima lassen grüßen, was für ein wahnsinn. flour (einst Rattengift)in der zahnpaste, jod, aspartam (in getränke ohne zucker, kaugummi), chemtrails, gen-manipulierte nahrung, wir werden vergiftet und der rest verstrahlt. schöne neue weltordnung

Account gelöscht!

27.09.2012, 16:50 Uhr

Die Würfel sind doch schon gefallen. Iran wird angegriffen nur der Zeitpunkt ist noch nicht klar. Mal schauen wie dann der Wind stehen wird und mal schauen wer dann noch so alles was davon hat.
Greifen USA, China und Russland ein, dann haben wir alle was davon!
Mein Tipp: Sucht euch einen schönen Berg mit guter Aussicht und genießt das Schauspiel, sowas sieht man nur einmal im Leben!

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