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05.07.2012

14:20 Uhr

Gespräche mit Troika

Griechischer Finanzminister bittet um Milde

Kaum im Amt, warten die Gespräche mit der Troika. Wenige Stunden nach seinem Amtseid in Athen versucht der neue Finanzminister Yannis Stournaras, den Finanzhelfern mildere Sparauflagen abzuringen.

Auf dem Weg zur Troika: Yannis Stournaras (r) nach seinem Amtseid in Athen. dapd

Auf dem Weg zur Troika: Yannis Stournaras (r) nach seinem Amtseid in Athen.

AthenDas von der Staatspleite bedrohte Griechenland hat endlich einen neuen Finanzminister. Der renommierte Ökonomieprofessor Ioannis Stournaras wurde am Donnerstag im Präsidialgebäude in Athen vereidigt - in Gegenwart von Ministerpräsident Antonis Samaras, der nach einer Augen-OP erstmals wieder in der Öffentlichkeit erschien. Die Vereidigung des Finanzministers hatte sich um mehrere Tage verzögert, weil Samaras nach dem Eingriff pausieren musste. Das Protokoll schreibt die Präsenz des Ministerpräsidenten vor.

Unmittelbar nach seiner Vereidigung traf sich Stournaras mit den Chefs der Troika aus Vertretern von EU, Internationalem Währungsfonds und Europäischer Zentralbank. Am Sitz des Ministerpräsidenten nahmen sie eine erste umfangreiche Einschätzung der Lage vor. Der Kassensturz dauerte am Donnerstag an. Mit einem detaillierten Bericht wurde nicht vor Ende Juli gerechnet. Bis dahin soll auch das neue harte Sparprogramm in Höhe von 11,5 Milliarden Euro stehen. Nach offiziell nicht bestätigten Informationen soll die Troika abermals erhebliche Verspätungen festgestellt haben.

Der 55-jährige Stornaras ist Wirtschaftsexperte von der Universität Athen. Er fordert seit Jahren Reformen und eine Verschlankung des Staates. Der Finanzminister wolle „gleich ran an die Arbeit“, berichtete das Staatsfernsehen. Stournaras setzt sich vehement für den Verbleib Griechenlands im Euroland ein. Der liberale Ökonom tritt an die Stelle des zunächst für den Posten vorgesehenen Bankers Vassilis Rapanos, der mit Verweis auf Gesundheitsprobleme auf das Amt verzichtete. Stournaras hatte 2001 an den Verhandlungen zum Beitritt Griechenlands zur Euro-Zone mitgewirkt. Jetzt zieht er in die Gespräche mit hochrangigen Vertretern der sogenannten Troika aus EU, EZB und IWF mit dem Ziel, den Finanzhelfern des hoch verschuldeten Landes mildere Sparauflagen abzuringen.

Kommentare (9)

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Dreistigkeit

05.07.2012, 12:54 Uhr

Es ist unglaublich, dieser Mann hat durch Lug und Trug 2001 mit gefälschten Zahlen den Beitritt Griechenlands ermöglicht und damit sein Land ins Verderben befördert und dieser Lügner ist jetzt 11 Jhre später wieder Finanzminister und versucht die Auflagen zu veringern... mit Sicherheit sollte man davon ausgehen das auch jetzt das Zahlenmaterial wieder gefälscht wurde und sicherlich sind die Jungs von Goldman Sachs wieder daran beteiligt, die werden sicherlich auch in Italien schon tätig sein, dort ist einer Ihrer Chefs ja heute der Regierungs-verantwortliche (Monti)...

Eurowahn

05.07.2012, 15:00 Uhr

Die Politiker sind zum größten Teil ein menschlicher Müll, ohne Ehre, ohne Gewissen, ohne Prinzipien. Und so etwas regiert in den Länder Europas. Wie soll man seine Kinder noch zu anständigen Menschen erziehen, sie erziehen, Abmachungen, Verträge und Versprechen einzuhalten. Nicht zu lügen etc.
Man spricht immer von den Eliten der Gesellschaft. Wenn Politiker, Banker etc. sich als Eliten der Gesellschaft bezeichen - der glatte Hohn,
Den neuen griechischen Finanzminister feiert man als Mann mit viel Sachverstand und Experten. Damals hat er die internationalen Politiker betrogen. Jeder normale Mensch, der noch ein Fünkchen Ehre im Leib hat, würde sich mit so einem Menschen nicht mehr an einen Tisch setzen !!

Rechner

05.07.2012, 15:15 Uhr

Nix gibt's, Stornaras.

Euer Wahl- Politik- und Gesundheitstheater beeindruckt niemanden mehr.

Die Zahlungen von EZB, IWF und EFSF müssen sofort eingestellt werden, weil sich Griechenland wieder nicht an die Vereinbarungen gehalten hat.

Ab mit Schaden.

Griechenlandhilfe storniert.

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