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08.12.2011

00:14 Uhr

Gespräche vor EU-Gipfel

Obama telefoniert mit Merkel zur Euro-Krise

Vor dem EU-Gipfel zur Schuldenkrise in der Eurozone hat US-Präsident Barack Obama mit Bundeskanzlerin Angela Merkel telefoniert. Die USA zeigen sich besorgt über mögliche Auswirkungen der Eurokrise auf die US-Wirtschaft.

Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama im Gespräch im November 2011. Reuters

Kanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Barack Obama im Gespräch im November 2011.

WashingtonObama habe bei dem Gespräch am Mittwoch seine "Wertschätzung" für die Rettungsbemühungen Merkels und der anderen europäischen Staats- und Regierungschefs ausgedrückt, erklärte das Weiße Haus. Obama und Merkel hätten die Bedeutung einer "bleibenden und glaubwürdigen Lösung" für die Krise hervorgehoben und eine Fortsetzung ihrer Beratungen vereinbart.

Die USA sind besorgt über die möglichen Folgen der Euro-Schuldenkrise für die heimische Wirtschaft. Obama fürchtet auch, dass wirtschaftliches Störfeuer aus Europa seine Chancen auf eine Wiederwahl im November 2012 erheblich beeinträchtigen könnte.

Der Präsident hatte im Vorfeld des EU-Gipfels seinen Finanzminister Timothy Geithner zu Gesprächen nach Europa geschickt. Dieser war am Dienstag unter anderem mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble und am Mittwoch mit Frankreichs Präsidenten Nicolas Sarkozy zusammengekommen. Am Donnerstag sollte Geithner in Mailand Italiens neuen Regierungschef Mario Monti treffen.

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Die Staats- und Regierungschefs der 27 EU-Länder kommen am Donnerstag in Brüssel zusammen, um über die Euro-Schuldenkrise zu beraten. Der zweitägige Gipfel beginnt mit einem Abendessen (19.30 Uhr), bei dem es um Maßnahmen für strenge Haushaltsdisziplin und eine engere wirtschaftspolitische Abstimmung geht. Deutschland und Frankreich setzen sich dafür ein, verbindliche Regeln dafür mindestens im Kreis der 17 Euro-Länder vertraglich zu verankern.

Von

afp

Kommentare (9)

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PikAs

08.12.2011, 01:34 Uhr

So, so - Obama hat also Angst um seinen Posten. Wer hätte das gedacht? Nachdem die Amis soviel CDS für die europ. Banken haben, hängen sie also auch mit am Euro.

Der Euro wird trotzdem nicht halten. Da helfen jetzt auch keine noch so viele Rettungen und Gipfel mehr. Der Euro wurde auf so tönerne Füße gestellt, dass man es eigentlich gar nicht glauben kann, wie mit dem Geld der Steuerzahler umgegangen wurde. Politische Börsen haben kurze Beine, sagt man. Rein politische Währungen wohl auch!

Manilensis

08.12.2011, 02:46 Uhr

Die "Wertschätzung" der amerikanischen Intervention in den Euro-Ländern kann man auch am Empfang ablesen, den sie Geithner bereitet haben:

In Berlin trifft er den deutschen Finanzminister, in Paris - eine Stufe höher - den französischen Präsidenten und der ital. Ministerpräsident muß sich von Rom nach Mailand begeben, um mit ihm zu sprechen.

PokerFace

08.12.2011, 02:47 Uhr

Merkel kann noch so harte Starfen ankündigen . Das macht alles nur schlimmer . Es zeigt wie hilflos Merkel mit ihrer strategie geworden ist . Ohne Sie aber mit Deutschland hätte Europa schon seine Eurobonds und würde besser und vereinter dastehen . Fr Merkel Sie und ihre Partei haben es geschafft das sich Europa noch trennt .

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