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07.01.2016

11:29 Uhr

Gesundheitsreform in den USA

Fast neun von zehn Amerikanern versichert

Fast neun von zehn Amerikanern haben mittlerweile eine Krankenversicherung. Ein Erfolg für Barack Obama, der die Reform vor zwei Jahren durchgezogen hatte. Trotzdem gilt das Gesetz immer noch als höchst umstritten.

Vor zwei Jahren hatte US-Präsident Barack Obama die Gesundheitsreform in Gang gebracht. Seitdem haben fast neun von zehn Amerikanern eine Krankenversicherung. dpa

Bilanz zu Gesundheitsreform

Vor zwei Jahren hatte US-Präsident Barack Obama die Gesundheitsreform in Gang gebracht. Seitdem haben fast neun von zehn Amerikanern eine Krankenversicherung.

WashingtonZwei Jahre nach Inkrafttreten der Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama haben fast neun von zehn Amerikanern eine Krankenversicherung. Doch wächst die Zahl kaum noch. Dies geht aus einer am Donnerstag veröffentlichten Gallup-Umfrage hervor. Die Republikaner bekämpfen die Reform nach wie vor und starteten erst am Mittwoch einen neuen Blockadeversuch. Den kann Obama aber mit einem Veto stoppen.

Die Gesundheitsreform ist in den USA eines der umstrittensten Projekte seit Obamas Amtsantritt vor sieben Jahren. Die Konservativen lehnen es als Eingriff des Staats in die Versicherungswirtschaft und als bürokratisches Monstrum ab. Obama wollte hingegen vor allem ärmeren Menschen zu Schutz verhelfen.

Obamas Reisepläne 2016

März

Im Gespräch ist Lateinamerika, möglich wären u.a. Kuba, Argentinien und Kolumbien. Von den Reisen nach Lateinamerika verspricht sich das Weiße Haus positive Effekte auf die breiten hispanischen Wählerschichten.

April

Deutschland (Besuch der Hannovermesse; andere Orte in Deutschland und Europa während dieser Reise sehr wahrscheinlich, aber noch nicht bekannt oder öffentlich). Die Europareisen sollen aus US-Sicht klarmachen, wie gut die USA im Vergleich wirtschaftlich dastehen.

Mai

G7-Gipfel in Japan (26./27.; im Gespräch ist auch ein Besuch Vietnams).

Juli

Nato-Gipfel in Polen (8./9.; Besuch anderer Länder in Europa sehr wahrscheinlich).

September

G20-Gipfel in China (4./5., evtl. auch ein Besuch Laos').

November

Apec-Gipfel in Peru (Termin noch nicht offiziell, aber in jedem Fall nach der US-Wahl am 8.11.).

Nach der seit zwei Jahren regelmäßig erneuerten Umfrage ist dies zum Teil gelungen. So sank die Zahl der unversicherten Erwachsenen von 17,1 Prozent Ende 2013 bis Ende 2015 um 5,2 Prozentpunkte. Das bedeutet, dass fast 13 Millionen Erwachsene neu versichert wurden.

Den größten Zuwachs gab es jedoch direkt nach dem Greifen der Reform 2014, als die Zahl der Unversicherten bis auf 11,4 Prozent sank. 2015 gab es kaum noch Fortschritte, zeitweise stieg die Zahl der Unversicherten sogar wieder etwas. Ende 2015 lag sie bei 11,9 Prozent. Für das erste Quartal 2016 erwartet das Umfrageinstitut Gallup-Healthways nach der Umfrage zum Jahresende wieder einen Rückgang des Anteils der Unversicherten – um wie viel, ist offen.

Die Krankenversicherung ist in den USA in der Regel privat organisiert, häufig über den Arbeitgeber. Für Rentner und arme Familien gibt es staatliche Systeme. Die Reform setzte an zwei Stellen an: Sie schuf einen Online-Versicherungsmarkt mit staatlichen Zuschüssen für Menschen, die nicht über den Job versichert sind. Und sie erlaubte es den einzelnen US-Staaten, das für arme Familien gedachte Programm Medicaid auf Erwachsene ohne Kinder auszudehnen.

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