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22.05.2011

13:06 Uhr

Geteilte Insel

Griechische Zyprer wählen neues Parlament

24 Plätze im Parlament bleiben leer, weil die türkische Bevölkerung an den Wahlen nicht teilnimmt: Wenn heute die griechischen Zyprer ihre parlamentarischen Vertreter wählen, ist einiges anders als im EU-Ausland.

Die griechischen Zyprer sind heute zur Wahl aufgerufen. Quelle: dpa

Die griechischen Zyprer sind heute zur Wahl aufgerufen.

NikosiaIn der Republik Zypern haben am Sonntag Parlamentswahlen begonnen. Insgesamt bewerben sich gut 400 Kandidaten um die 56 Sitze im Repräsentantenhaus. Außenpolitisch dürfte die Wahl von geringer Bedeutung sein, da das politische System auf Zypern präsidial ist. Der Präsident wird direkt vom Volk gewählt.

Die Insel wird seit 2008 vom linken Präsidenten Dimitris Christofias geführt. Seine Amtszeit endet im Februar 2013. Die Wahllokale sollen um 18.30 Ortszeit (17.30 MESZ) schließen. Danach werden Prognosen auf Basis von Befragungen der Wähler nach der Stimmabgabe erwartet. Mit aussagekräftigen Ergebnissen wird gegen 21 Uhr Ortszeit gerechnet.

Wegen der Teilung der Insel werden bei der Wahl nur 56 von insgesamt 80 Mandaten des Parlamentes für eine fünfjährige Amtszeit an griechische Zyprer vergeben. Die restlichen 24 Sitze, die für die türkische Volksgruppe vorgesehen sind, bleiben unbesetzt. Die meisten Inseltürken nehmen an diesen Wahlen nicht teil. Sie leben im international nur von der Türkei anerkannten Norden der Insel, der seit 1974 von türkischen Truppen besetzt ist.

Umfragen deuten auf ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen den zwei stärksten Parteien im zyprischen Repräsentantenhaus, der kommunistischen „Aufbaupartei des Arbeitenden Volkes“ (AKEL) mit bislang 18 Sitzen und der Konservativen „Demokratischen Gesamtbewegung“ (DISY) mit 18 Abgeordneten.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Deutsch-Grieche

15.07.2012, 01:40 Uhr

interessanter Bericht

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