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26.09.2011

23:02 Uhr

Gewalt gegen Demonstranten

Syrien schiebt dem Westen die Schuld in die Schuhe

Die Sicherheitskräfte der syrischen Regierung reagieren auf Proteste seit Monaten mit tödlicher Gewalt. Warum dafür der Westen verantwortlich ist, erklärt der syrische Außenminister bei seiner Rede vor der UNO.

Syrien sperrt sich gegen Interventionen aus dem Ausland - auch mit einer Demonstration gegen EU-Sanktionen. dpa

Syrien sperrt sich gegen Interventionen aus dem Ausland - auch mit einer Demonstration gegen EU-Sanktionen.

New YorkVor dem Hintergrund der seit Monaten andauernden Proteste gegen Syriens Staatschef Baschar el Assad hat der syrische Außenminister Walid el Muallem die Haltung des Westens gegenüber seinem Land scharf kritisiert.

Der Westen versuche, ein «totales Chaos» in Syrien zu verbreiten, das darauf abziele, das Land zu «zerstören», sagte Muallem am Montag vor der UN-Vollversammlung in New York. Die Demonstrationen in Syrien seien zum «Vorwand für ausländische Interventionen» geworden.

Bei der Rede am Montag sagte Mualem, die Regierung Assads habe bereits vor weitreichenden demokratischen Reformen gestanden. Erst aus dem Ausland inspirierte religiöse Radikale und bewaffnete Gruppen hätten die Regierung dazu gezwungen, die Priorität auf die Aufstandsbekämpfung zu legen, um das Land vor dem Auseinanderbrechen zu bewahren. Alle Anstrengung habe gegen den Druck von Außen gerichtet werden müssen.

Die EU und die USA hatten angesichts des brutalen Vorgehens der syrischen Sicherheitskräfte gegen die Demonstranten mit bislang mehr als 2700 Toten Sanktionen gegen die syrische Führung verhängt. Vom UN-Sicherheitsrat fordern sie ebenfalls Sanktionen, was die beiden ständigen Mitglieder Russland und China jedoch ablehnen.

Muallem erklärte, das syrische Volk sei «fest entschlossen, sich jeder Form ausländischer Intervention entgegenzustellen».

Kommentare (1)

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Kalle

27.09.2011, 07:07 Uhr

Wir wissen doch wer diese Terroristen, ich meine Protestierer unterstützt.

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