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13.01.2013

13:01 Uhr

Gewalt gegen Frauen

Erneut Gruppenvergewaltigung in Indien

Nach der Vergewaltigung einer 23-jährigen Studentin berichten Indiens Medien fast täglich von neuen Fällen sexueller Gewalt gegen Frauen. Am Freitag soll wieder eine Frau von mehreren Männern misshandelt worden sein.

"Ich werde sie in Bussen und Gassen bekämpfen und jene, die sich im Parlament verstecken": Indische Bürger protestieren nach der Gruppenvergewaltigung einer 23-jährigen Studentin für schärfere Gesetze zur Bekämpfung sexueller Gewalt gegen Frauen. AFP

"Ich werde sie in Bussen und Gassen bekämpfen und jene, die sich im Parlament verstecken": Indische Bürger protestieren nach der Gruppenvergewaltigung einer 23-jährigen Studentin für schärfere Gesetze zur Bekämpfung sexueller Gewalt gegen Frauen.

Neu DelhiSchon wieder soll in Indien eine Frau von mehreren Männern vergewaltigt worden sein. Die Frau soll am Freitagabend im nördlichen Bundesstaat Punjab mit einem Bus vom Dorf ihrer Eltern in den Wohnort ihres Ehemannes fahren, erklärte ein Polizeisprecher am Sonntag.

Als alle anderen Passagiere ausgestiegen waren, lenkte der Fahrer den Bus statt in das Dorf in eine Stadt, zwang die Frau dort zusammen mit einem Helfer auf ein Motorrad und brachte sie an einen unbekannten Ort. Dort sei sie von insgesamt sieben Männern abwechselnd vergewaltigt worden, erklärte die Frau gegenüber der Polizei. Im Anschluss an die Tat soll der Busfahrer die Frau am Samstagmorgen in ihr Heimatdorf gebracht haben.

„Wir haben sechs der Beschuldigten festgenommen und suchen nach dem siebten Mann“, sagte der Polizeisprecher. Die Männer hätten die Tat, die sie in der Nacht zum Samstag begangen haben sollen, bereits gestanden. Am Morgen nach der Tat hätten die Täter die Frau, die zwei Kinder hat, in die Nähe ihres Zuhauses gebracht.

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Unterdessen hat sich eine 16-Jährige mit Benzin übergossen und angezündet, nachdem sie von ihrem Nachbar vergewaltigt worden sein soll. Das Mädchen aus dem nordindischen Staat Haryana verbrannte nach Polizeiangaben fast ihre gesamte Hautoberfläche und liegt schwer verletzt in einem Krankenhaus. Die Polizei nahm den Verdächtigen, einen Taxifahrer, am Samstag fest.

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Seit der fatalen Gruppenvergewaltigung einer 23 Jahre alten Studentin in Neu Delhi Mitte Dezember berichten Indiens Medien täglich von sexueller Gewalt gegen Frauen. Der Fall sorgte nicht nur im Land sondern auch international für Aufmerksamkeit. Am Montag sollen die sechs Verdächtigen erneut vor Gericht erscheinen. Den fünf volljährigen Angeklagten droht die Todesstrafe. Derzeit wird noch geprüft, ob der sechste Beschuldigte minderjährig ist.

Kommentare (10)

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und_wie_ist_es_hier

13.01.2013, 14:20 Uhr

Ob es in den letzten Tagen eine Gruppenvergewaltigung in D gegeben hat? Man kann davon ausgehen. Nur dass dies nicht die Schlagzeilen kommt.

Student

13.01.2013, 14:52 Uhr

Was soll Ihr Kommentar? Wollen Sie wirklich die Situationen der Frauen in Deutschland, selbst wenn Sie Opfer geworden sind mit der Situation in Indien gleich stellen? Das ist ja pervers. Es ist schlimm genug, dass Frauen vergewaltigt werden, dass was in Indien aber mit am schlimmsten ist, dass es von vielen Teilen der indischen Gesellschaft toleriert wurde. Nach den Vorfällen wurde Frauen in Neu-Dheli empfohlen, nach der Schule sofort nach Hause zu fahren. Es wurden Straßen Schilder aufgehangen, mit Empfehlungen wie sie sich zu kleiden haben. Es wird Zeit dass die Menschen dort ihr Recht auf Sicherheit einfordern.
Was ihre Frage angeht,..., auf der ganzen Welt gibt es Tag täglich Vergewaltigung und bestimmt auch in Deutschland. Aber wenn Sie hierzulande zur Polizei gehen, wird dem zu 99% nachgegangen, in jedem Fall wird ermittelt. Es gibt Frauenhäuser, es gibt Opfer Organisationen usw. in Indien müssen Sie lange nach so etwas suchen unabhängig davon dass die Frauen Ihr "Gesicht verlieren", vor ihren Ehemännern, ihren Geschwistern, Eltern. Nicht die Peiniger sind dann dort die Bösen sondern die Frauen (Opfer), die vergewaltigt worden, weil Sie die Familienehre beschmutzt haben. Und das ist ein gravierender Unterschied meiner Ansicht nach.

Ameise

13.01.2013, 15:31 Uhr

Liebes HB, bitte auch einmal über die Vergewaltigungen in Norwegen (Oslo) berichten. In Oslo trauen sich Norwegerinnen mittlerweile nach 20:00 Uhr abends nicht mehr auf die Strasse. 83 % der Täter sind Migranten ohne gültige Ausweisdokumente. In der norwegischen Presse wird das Problem totgeschwiegen oder politisch korrekt unter Rückgriff auf Anders Breivik abgebügelt. Ursache ist eine verfehlte Integrationspolitik.

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