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10.03.2012

14:43 Uhr

Gewalt geht weiter

EU verschärft Sanktionen gegen Syrien

Ungeachtet des Eintreffens des UN-Sondergesandten Kofi Annan in Damaskus haben syrische Truppen am Samstag im Norden des Landes neue Angriffe gestartet. Die EU will ihre Sanktionen gegen Assad jetzt weiter verschärfen.

Eine Familie flieht vor den Kämpfen in Idlib. dapd

Eine Familie flieht vor den Kämpfen in Idlib.

Beirut/KairoWährend der frühere UN-Generalsekretär Kofi Annan mit Baschar al-Assad über ein Ende der Gewalt in Syrien verhandelt, haben sich die Außenminister der EU bei einem Treffen in Kopenhagen auf neue Sanktionen gegen den Despoten verständigt. Eine offizielle Entscheidung solle Ende März (23.3. rpt 23.3.) von den Ministern getroffen werden, sagten Diplomaten.

„Wir werden die Sanktionen verstärken“, sagte der dänische Außenminister und Gastgeber des Treffens, Villy Søvndal, lediglich. Experten der EU sind den Diplomaten zufolge derzeit damit beschäftigt, Details auszuarbeiten. Im Gespräch ist unter anderem ein Verbot von Passgierflügen nach Damaskus. Auch über Einschränkungen des Schiffsverkehrs werde nachgedacht. Allerdings werde auch ein Verbot der Phosphateinfuhren geprüft: Die EU versuche, für die am stärksten betroffenen Länder Griechenland, Spanien und Portugal Ersatzlieferanten zu finden.

Ebenso wie Søvndal versicherte auch die EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton, die EU-Regierungen hätten nicht über ein militärisches Eingreifen in Syrien gesprochen. „Unser Weg ist der zu einer politischen Lösung“, sagte Ashton. Sie forderte die syrische Opposition auf, einiger zu sein und „zusammenzurücken“. Søvndal sagte: „Wir wollen eine Situation, die nicht in einem großen Knall endet.“

Kommentare (5)

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kurzda

10.03.2012, 11:28 Uhr

..."Landes offenbar eine neue Großoffensive gegen die Oppositionshochburg Idlib. Bei den Angriffen auf die Stadt im Nordwesten Syriens handle es sich um „die schwersten Bombardements seit der Truppenverstärkung in Idlib in dieser Woche“, teilte die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte in London am Samstag mit. Offenbar seien die Attacken „der Auftakt zum Beginn der Erstürmung“ der Stadt, erklärte der Chef der Beobachtungsstelle, Rami Abdel Rahman." ...

Der Chef dieser "Beobachtungsstelle" ist auch gleich der Pförtner dieser "Beobachtungsstelle".
Ich hoffe doch das der Schreiberling die Behauptung der Beobachtungsstelle überprüft hat. Sonst bitte noch das Horoskop der Woche mit Online stellen. Das ist genauso vertrauensvoll

leser

10.03.2012, 14:52 Uhr

Meine Oma fand auch schon immer, dass man Bomben gegen falsche Gedanken einsetzen muß.
Was falsche Gedanken sind wußte meine Oma auch nicht.
Aber was Katar will: das erschließt sich blitzschnell.

Adenauer

10.03.2012, 15:01 Uhr

Erst wenn Katar und Bahrain demokratisch gewählte Regierungen und keine Scheichdiktatoren haben, sollte man diese überhaupt anhören.
Ob Lybien befriedet worden ist, zeigt sich sehr fragwürdig.
-die ganze Infrastruktur wurde zerbombt
-vom reichsten Land Afrikas mit europäischen Sozialstandards zum Trümmerfeld und Steinzeit
-der Osten um Bengasi hat die Unabhängigkeit erklärt
-er herrscht Bürgerkrieg
-die Scharia hat Einzug gehalten
-Al Kaida Leute,wie Abdelhakim Belhadsch sitzen an der Regierung
Scholl-Latour: "Man komme mir nicht mit Menschenrechten und Demokratie"

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