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13.09.2012

11:33 Uhr

Gewalt im Nahen Osten

Angreifer stürmen US-Botschaft im Jemen

Die Gewalt weitet sich aus: Nach den Angriffen auf zwei US-Konsulate in Ägypten und Libyen stürmen Demonstranten die Botschaft in Sanaa. Die Polizei gibt Warnschüsse ab, Medien berichten von mehreren Verletzten.

Schwer bewacht

US-Botschaft in Jemen gestürmt

Schwer bewacht: US-Botschaft in Jemen gestürmt

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Demonstranten haben am Donnerstag unter "Oh Prophet! Oh Mohammed"-Rufen die US-Botschaft in der jemenitischen Hauptstadt Sanaa gestürmt. Die Polizei gab Warnschüsse ab, um die Menschenmenge zu vertreiben. Lokale Medien berichteten, es habe Verletzte gegeben, als die Wachleute die Protestierenden zurückdrängten. Die Demonstranten drangen auf das Botschaftsgelände vor und setzten dort mehrere Fahrzeuge in Brand. Mittlerweile hat die Polizei die Demonstranten vom Botschafts-Gelände gedrängt.

Seit Dienstag gibt es in zahlreichen muslimischen Ländern Proteste gegen einen US-Film, in dem der Prophet Mohammed verunglimpft wird. In Kairo stürmten militante Islamisten die US-Botschaft. Das US-Konsulat im libyschen Bengasi war am Dienstag mit Raketen und Granaten angegriffen worden. US-Botschafter Chris Stevens und drei Mitarbeiter wurden getötet, auch mehrere libysche Sicherheitskräfte starben. Der Angriff ereignete sich am Jahrestag der Anschläge vom 11. September 2001, ein für islamistische Terroristen symbolisches Datum.

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Nach dem tödlichen Angriff auf den US-Botschafter in Libyen haben ägyptische Demonstranten erneut versucht, die US-Botschaft in Kairo anzugreifen. Am Donnerstagmorgen kam es in der ägyptischen Hauptstadt erneut zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und der Polizei. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas ein, als Demonstranten versuchten, zu dem Botschaftsgebäude im Stadtteil Garden City vorzudringen. Die Demonstranten warfen Steine.

Die US-Marine hat nun zwei Kriegsschiffe an die Küste des Landes geschickt. Die beiden Zerstörer sowie ein 50-köpfiges Marineteam würden als "Präventivmaßnahme" entsendet, sagte ein US-Regierungsvertreter, der anonym bleiben wollte. Bereits zuvor war aus dem Pentagon verlautet, dass die US-Armee eine Anti-Terror-Einheit nach Libyen schickt. US-Präsident Barack Obama hat mittlerweile mit den Präsidenten von Ägypten und Libyen telefoniert und eine Zusammenarbeit bei den Ermittlungen mit ihnen vereinbart.

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In den USA wurden Spekulationen über eine Verwicklung des Terrornetzwerkes Al-Kaida in den Anschlag im libyschen Bengasi laut. Es könne sich um einen gezielten Anschlag der Gruppe am 11. September gehandelt haben - dem elften Jahrestag ihrer Terrorangriffe auf die USA, sagte der Vorsitzende des Geheimdienstausschusses im Abgeordnetenhaus, Mike Rogers, in einem Fernsehinterview. Bei der Attacke auf das Konsulat in Bengasi waren in der Nacht auf Mittwoch der Botschafter Chris Stevens und drei weitere Amerikaner ums Leben gekommenen.

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Der Protest in der arabischen Welt war durch einen in den USA produzierten Videofilm ausgelöst worden, in dem der Prophet des Islam als Trottel dargestellt wird.

Die ägyptische Muslimbruderschaft, aus der Präsident Mohammed Mursi stammt, hat für diesen Freitag zu Protesten gegen den Film aufgerufen. Mursi, der am Mittwoch nach Brüssel geflogen war, hat zu den Krawallen bislang selbst nicht Stellung bezogen.

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Kommentare (9)

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Account gelöscht!

13.09.2012, 11:39 Uhr

Ich weiss nicht wer von den beiden Parteien mehr einen an der Waffel hat...Islamisten? USA?

Kulturbereichernd

13.09.2012, 11:55 Uhr

+++ Beitrag von der Redaktion entfernt +++

Creep

13.09.2012, 12:56 Uhr

Kennt der Islam so etwas wie Humor? Zugegeben sehr schlechter Humor. Christen, zu denen ich mich nicht zähle lachen doch auch über "das Lebend es Brian". Oder habe ich da was verpasst?

Vielleicht zeichnet es einen "guten" Moslem ja aus, gewaltätig zu sein.

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