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14.08.2015

17:21 Uhr

Gewalt in der Ukraine

Steinmeier in „allergrößter Sorge“

Die Wirtschaft der krisengeschüttelten Ukraine steckt weiter in der Rezession. Gleichzeitig nimmt die Gewalt in den Krisengebieten wieder zu. Außenminister Frank-Walter Steinmeier fürchtet eine drohende Eskalation.

Steinmeier hat die Ukraine und die prorussischen Separatisten aufgefordert, die Kämpfe sofort zu beenden und zu der im Februar vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren. AFP

Außenminister Frank-Walter Steinmeier

Steinmeier hat die Ukraine und die prorussischen Separatisten aufgefordert, die Kämpfe sofort zu beenden und zu der im Februar vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren.

BerlinNach neuer Gewalt in der Ostukraine hat Außenminister Frank-Walter Steinmeier in einem Telefonat mit seinem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow „allergrößte Sorge“ geäußert. Es gehe um den Einsatz schwerer Waffen und allgemein um eine Zuspitzung der Lage im Konfliktgebiet, teilte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Freitag mit. Beide Seiten seien aufgefordert, die Kämpfe sofort zu beenden und zu der im Februar vereinbarten Waffenruhe zurückzukehren.

Lawrow warf der ukrainischen Regierung nach Angaben des Außenamts in Moskau vor, sich in der Krise wenig konstruktiv zu verhalten. Bei neuer Gewalt im Kriegsgebiet Donbass wurden den Konfliktparteien zufolge innerhalb von 24 Stunden auch mehrere Zivilisten verletzt.

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Die Ukraine muss bis September 500 Millionen Dollar an private Gläubiger zahlen. Doch die Verhandlungen stocken: Eine dringend benötigte Schuldenerleichterung wird es vorerst wohl nicht geben.

Trotz Protesten der Führung in Kiew traf in den Separatistengebieten in der Ostukraine erneut ein russischer Lastwagenkonvoi ein. Moskau zufolge brachten die mehr als 100 Fahrzeuge über 1000 Tonnen humanitäre Güter nach Donezk und Luhansk. Die Lage dort gilt als extrem schwierig. Die Zentralregierung kritisiert aber scharf, dass der Inhalt der Lkw nicht neutral untersucht werden kann. Die Führung in Kiew hat die Kontrolle über diesen Teil der Grenze verloren.

Die Wirtschaft der krisengeschüttelten Ukraine steckt weiter in der Rezession. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der früheren Sowjetrepublik ging im zweiten Quartal um 14,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurück, wie das Statistikamt mitteilte. Im ersten Quartal war das BIP um 17,2 Prozent gesunken. Für das Gesamtjahr rechnet die prowestliche Führung mit einem Rückgang der Leistung um etwa neun Prozent. 2014 lag das Minus bei 6,8 Prozent.

Die ukrainische Finanzministerin Natalia Jaresko ringt weiter bei Gesprächen mit Kiews größten privaten Gläubigern um eine dringend benötigte Schuldenerleichterung. Nach zweitägigen Verhandlungen in San Francisco teilten die Parteien mit, die Gespräche fortsetzen zu wollen. Die Ukraine will rund 19 Milliarden US-Dollar umschulden.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Herr Peter Spiegel

14.08.2015, 17:37 Uhr

Die Merkel Regierung finanziert den Krieg und Herr Steinmeier ist besorgt. Wieder Pleite der
Ukraine-Laden, Steuergeld schicken oder was befehlen die Amis dem Besorgten?

Herr Vitto Queri

14.08.2015, 18:57 Uhr

>>Die Ukraine will rund 19 Milliarden US-Dollar umschulden. >>

Die Ukraine benötigt das Geld für die Weiterführung des Krieges in der Ostukraine. Und für die FAKELAKIS ihrer Oligarchen.

Frankenstein sei besorgt....er ist wohl aus dem Urlaub zurück und will schnell wieder reisen. Ukraine ist immer eine Reise wert : dort gibt es genug Nutten und zum Saufen findet man dort auch noch genug.

Also will der " Figaro hier, Figaro dort" schnell wieder dem gestressten Alltag in Deutschland entfliehen und macht sich eben Sorgen um die Ukraine...??!!

Dort kann er sein dämliches Allwetterzeug absondern und keinen interessiert's. Und Frankenstein kann Aktivität nachweisen.

Unfassbar, dieser Schmarotzer !

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