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16.11.2012

03:43 Uhr

Gewalt in Gaza

Ägyptens Ministerpräsident reist in den Gazastreifen

Die ägyptische Führung signalisiert Unterstützung für die unter Beschuss stehenden Palästinenser im Gazastreifen. Nach harten Worten des Präsidenten Mursi, reist nun Ministerpräsident Kandil in die Krisenregion.

Ägyptens Ministerpräsident Hisham Kandil wird bei seinem Besuch im Gazastreifen von fünf ranghohen Regierungsvertretern begleitet. Reuters

Ägyptens Ministerpräsident Hisham Kandil wird bei seinem Besuch im Gazastreifen von fünf ranghohen Regierungsvertretern begleitet.

GazaInmitten der eskalierenden Gewalt zwischen Palästinensern und Israel reist Ägyptens Ministerpräsident Hischam Kandil am Freitag in den Gazastreifen. Der Besuch solle ein Zeichen der Unterstützung für das von der radikal-islamischen Hamas regierte Palästinensergebiet sein, verlautete aus ägyptischen Regierungskreisen. Kandil wird begleitet von anderen führenden Vertretern der Regierung in Kairo. Diese sollten die Möglichkeiten für die Vermittlung einer Feuerpause ausloten, hieß es.

Die Muslimbruderschaft in Ägypten, aus der auch Präsident Mohammed Mursi stammt, rief den Freitag zum Tag des Zorns in den Hauptstädten der arabischen Länder aus. Hamas-Chef Ismail Hanija hat Ägypten zu mehr Hilfe für die Palästinenser aufgefordert. Die USA riefen Länder wie Ägypten oder die Türkei auf, ihren Einfluss auf die Hamas geltend zu machen, um so zu einer Deeskalation der Lage beizutragen.

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Mursi hat die israelischen Angriffe auf den Gazastreifen scharf kritisiert. Durch sie kamen in den vergangenen zwei Tagen 19 Palästinenser ums Leben, darunter zwölf Zivilisten. Beim Einschlag einer palästinensischen Rakete in Israel wurden drei Israelis getötet. In Tel Aviv gab es Raketenalarm.

Israelische Regierungskreise schlossen einen Einmarsch in den Gazastreifen nicht aus. Nach Angaben der israelischen Armee wurden 300 Ziele im Gazastreifen getroffen, darunter 130 Raketenabschussvorrichtungen der Extremisten. Insgesamt seien mehr als 270 aus dem Gazastreifen abgefeuerte Raketen auf israelischem Gebiet eingeschlagen.

Von

rtr

Kommentare (27)

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dadafiffi

16.11.2012, 07:16 Uhr

Der Völkermord an den Palästinensern, einem semitischen Volk, geht weiter. Nach Vertreibung soll der Rest noch getötet werden. Das soll Gottes Wille sein? Niemals!
Der Zionismus zeigt weltweit sein wahres Gesicht. Unsere Regierung liefert noch Waffen für den Genozid an den Ureinwohnern Palästinas. Wo bleiben unsere Gutmenschen, wo bleibt die "Peace, no War" Bewegung? Wo bleibt die Antifa?
Zum Glück ist das demokratisierte Ägypten auf den Plan gekommen, vielleicht kann das Blutvergiessen gestoppt werden und führt nicht zu noch mehr.

baslergeniesser

16.11.2012, 08:01 Uhr

Keine Regierung kann tagelangen Raketenbeschuss der eigenen Bevoelkerung unbeantwortet lassen, deshalb schiesst Israel voellig zurecht auch zurueck. Was wuerden Sie von der Bundesregierung denken, wenn von einem Nachbargebiet staendig Raketen in Richtung deutscher Wohngebiete fliegen, und die Regierung nicht reagierte? Na, also. Also, warum Israel das Recht auf Selbstverteidigung absprechen? Und dass es leider Opfer unter der palaestinensischen Zivilbevoelkerung zu beklagen gibt, liegt vor allem daran, dass die Hamas-Terroristen ihre Abschussvorrichtungen und Waffen/Munitionslager gerne in Wohnviertel plazieren. Da draengt sich der Verdacht auf, dass die Hamas die Opfer in der eigenen Zivilbevoelerung bewusst in Kauf nimmt, da sich solche Bilder sehr wirksam bei der Propaganda verwenden lassen. Nun, da die Hamas-Terroristen mit einer freundlicheren Regierung (Muslimbrueder) in Aegypten rechnen duerfen, wagen sie sich wieder aus ihren Rattenloechern.

Ohgrossissrael

16.11.2012, 08:17 Uhr

Und ich glaubte immer, dass die Israelis eine so gute Raketenabwehr hätten um gut geschützt zu sein.
Was machen die erst wenn sie den Iran angreifen.
Da kämen wohl wesentlich andere Kaliber an als diese aus zusammen gebastelten aus Wasserrohren gemachten und relativ wenig Schaden anrichtenden Dinger.

Vielleicht sollte Israel doch auch mal seine Politik überdenken.

Jedenfalls sieht es derzeit nicht so aus als könnte Israel seine Bürger effektiv schützen vor Raketenangriffen.

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