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25.11.2014

16:20 Uhr

Gewalt in Nigeria

Jugendliche Selbstmordattentäterinnen töten 30 Menschen

In Nigeria haben sich zwei Frauen im Teenageralter auf einem belebten Markt in der Stadt Maiduguri in die Luft gesprengt und dabei mindestens 30 Menschen mit in den Tod gerissen. Womöglich steckt Boko Haram dahinter.

Die nigerianische Stadt Maiduguri gilt als Hochburg der Extremistengruppe Boko Haram. ap

Die nigerianische Stadt Maiduguri gilt als Hochburg der Extremistengruppe Boko Haram.

MaiduguriZwei Selbstmordattentäterinnen haben sich am Dienstag auf einem belebten Markt in der nigerianischen Stadt Maiduguri in die Luft gesprengt und mindestens 30 Menschen mit in den Tod gerissen. Die beiden seien noch im Teenageralter gewesen und hätten ihre Sprengstoffwesten unter ihrem Ganzkörperschleier versteckt, sagte der Sprecher einer örtlichen Bürgerwehr, Abba Aji Kalli.

Zunächst zündete demnach eine der beiden ihren Sprengsatz. Als sich eine Menschenmenge um den Tatort bildete, schrie die zweite auf und sprengte sich ebenfalls in die Luft. „Ich bin direkt hier vor Ort und sehe elf Leichen vor mir“, sagte Kalli. Andere seien bereits in Krankenhäuser gebracht worden.

Soldaten und Polizisten riegelten den Markt ab. Dieser war bereits beim bisher letzten Anschlag in Maiduguri am 2. Juli Ziel der Attentäter gewesen. Damals kamen durch eine Autobombe 56 Menschen ums Leben.

Maiduguri, die Hauptstadt des Staates Borno im Nordosten Nigerias, gilt als Geburtsort der radikalislamischen Terrororganisation Boko Haram. Die Gruppe kämpft seit fünf Jahren für einen islamischen Staat nach den Grundsätzen der Scharia und kontrolliert weite Landesteile im Nordosten des größten Ölproduzenten Afrikas. Die Angriffe nahmen in den vergangenen Wochen wieder zu, nachdem die Miliz eine von der Regierung ausgerufene Waffenruhe abgelehnt hatte.

Von

ap

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