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08.02.2012

13:02 Uhr

Gewalt in Syrien

Westen will Druck auf Assad erhöhen

In Syrien ist die Armee gegen desertierende Soldaten vorgegangen und hat dutzende Zivilisten getötet. Aktivisten berichten von schweren Waffen. Der Westen verschärft darum weiter seine Rhetorik.

Syriens Präsident Baschar al-Assad. dpa

Syriens Präsident Baschar al-Assad.

Berlin/Washington/DamaskusRegimetreue syrische Truppen haben in der südlichen Provinz Daraa nach Angaben von Aktivisten eine Offensive gegen fahnenflüchtige Soldaten gestartet. Wie der Nachrichtensender Al-Arabija unter Berufung auf das oppositionelle syrische Medienzentrum der Protesthochburg berichtete, gingen die Streitkräfte am Mittwoch in mehreren Regionen ähnlich massiv gegen Regime-Gegner vor, wie in der seit Tagen heftig umkämpften Stadt Homs. Da die Gefechte andauerten, war die Zahl der Opfer den Angaben nach zunächst unklar.

Wegen der Medienblockade in Syrien ist eine Überprüfung solcher Berichte von unabhängiger Seite kaum möglich. Die Organisation Syrischer Menschenrechtsbeobachter hatte zuvor gemeldet, dass nahe der jordanischen Grenze ein Offizier und 17 Soldaten desertiert seien.

Beim Vorgehen der syrischen Armee gegen die Protest-Hochburg Homs sind am Mittwoch nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten dutzende Zivilisten getötet worden. Die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte erklärte, die Stadt sei bombardiert und mit schweren Waffen beschossen worden.

Ein Aktivist in der Stadt sagte, seit dem Morgengrauen sei der Beschuss „sehr intensiv“. Geschossen werde unter anderem mit Raketen und Mörsergranaten. Mit dem Beschuss bereite die Armee offenbar eine Bodenoffensive vor. Die syrischen Truppen gehen seit der Nacht zum Samstag mit massiver Gewalt gegen die Protestbewegung in Homs vor. Nach Angaben von Menschenrechtsaktivisten starben dabei hunderte Menschen.

Die Arabische Liga forderte unterdessen ihre Beobachter auf, Syrien zu verlassen. Das bestätigte ein Mitarbeiter der Liga in Kairo. Der Leiter der Beobachtermission, Mohammed al-Dabi, und sein Stab sollen jedoch vorerst noch in Damaskus bleiben. Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte bei einem Treffen mit Präsident Baschar al-Assad am Dienstag noch erklärt, die Beobachtermission könne ausgeweitet werden.

Einen Tag nach ihrer Festnahme werden zwei mutmaßliche syrische Spione heute in Berlin einem Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofes vorgeführt. Dabei wird über Haftbefehle für die Männer entschieden. Laut Bundesanwaltschaft sollen sie seit Jahren für einen syrischen Geheimdienst in Deutschland lebende Oppositionelle beobachtet und ausgeforscht haben.

Kommentare (1)

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08.02.2012, 10:05 Uhr

Totaler Krieg gegen Syrien.
Die Westmächte (USA; GB, F) führen in Syrien mit einer von "Beratern und Ausbildern" geführten und mit Waffen belieferten "Revolutions-Armee" Krieg gegen Assad.
Byman hat dies auf der MSC deutlich gemacht. Die deutschen Medien verbreiten zur Unterstützung nachweislich gefälschte Videos: Ein Beispiel für deutsches Brainwashing mit gefälschten Bildern - Videos, gefilmt im Irak des Saddam 2007 werden als Beweis für die Brutalität Assad’s verwendet:
http://www.youtube.com/watch?v=fxEk7EsQK0Q&feature=related
und hier der Beweis für die Fälschung der Bilder:
http://www.youtube.com/watch?v=vurkOzCtCMg&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=DKngn7s1vfQ&feature=related
Der Krieg gegen Assad folgt historischen Mustern: Erst eine Gruppe "Oppositioneller" mit Geld und Waffen installieren, diese diplomatisch dann als "Volksvertreter" legitimieren, um deren "Hilferuf" folgend, anschliessend mit Bomben und Raketen "die Demokratie" ins Land tragen. Wir sollten uns im Internet-Zeitalter nicht länger von den Mainstream Medien verblöden lassen. Die Informationen für eine eigene Meinung sind weltweit verfügbar - nutzen wir sie.

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