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13.09.2011

21:36 Uhr

Gewalt in Syrien

Wirtschaft bricht dramatisch ein

VonTill Hoppe

Die Proteste in Syrien belasten Konjunktur und Staatshaushalt schwer. Verschlechtert sich die Lage weiter, dürfte die Unzufriedenheit in der Bevölkerung zunehmen. Dann könnte das Assad-Regime unter Druck geraten.

Die Proteste in Syrien belasten die Wirtschaft des Landes. dpa

Die Proteste in Syrien belasten die Wirtschaft des Landes.

DüsseldorfDie Altstadt von Damaskus gilt als eine der schönsten des Orients, sie zieht Jahr für Jahr Hunderttausende Touristen an. Seit einigen Monaten aber, seitdem Präsident Baschar al Assad mit Gewalt gegen Demonstranten vorgeht, gibt es in den Gassen kaum noch ausländische Besucher. Um rund 90 Prozent sind die Einnahmen aus dem Tourismus seither zurückgegangen. Bilder von Panzern und Leichen erhöhen nicht gerade die Attraktivität als Urlaubsort.

Nach neuesten Uno-Angaben sind bei den Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften mindestens 2600 Menschen getötet worden, die wahre Zahl liegt vermutlich noch weit höher. Ein Sturz Assads ist bislang nicht in Sicht, doch die andauernden Proteste treffen das Regime an einer besonders empfindlichen Stelle: dem eigenen Portemonnaie. Die syrische Wirtschaft, die zu weiten Teilen von Getreuen des Präsidenten kontrolliert wird, gerät durch die Gewalt in eine tiefe Rezession.

Offiziell geht die Regierung zwar noch von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von einem Prozent in diesem Jahr aus, Ökonomen halten das aber für viel zu optimistisch. Sie erwarten, dass die Wirtschaftsleistung um rund fünf Prozent schrumpfen wird. Nicht nur die Tourismusbranche - die 2010 noch rund ein Siebtel zum BIP von 60 Milliarden Dollar beitrug - leidet, auch im Ölsektor und anderen wichtigen Wirtschaftszweigen haben ausländische Unternehmen ihre Investitionen gestoppt. Die Börsenkurse brachen seit Jahresbeginn fast um die Hälfte ein.

Kommentare (3)

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13.09.2011, 23:56 Uhr

Na und ? Mal ehrlich wen interessiert es das in Syrien die Wirtschaft einbricht ? Kein Schwein, insofern was soll dieser Artikel ? Syrien interessiert einfach keinen Menschen - ehrlich !

BElias

14.09.2011, 00:24 Uhr

Bei soviel menschlichem Leid sollte es auch "Wirtschaftsmenschen" interessieren - unbenommen der leider sehr tendenziösen Darstellung, auch wenn sie sich in den letzten Wochen bereits etwas versachlicht hat und versucht, die Komplexität und Unwägbarkeiten der Situation vor Ort zu berücksichtigen.

VIP

14.09.2011, 01:18 Uhr

Is Till Hoppe real? What century is he living in? Why is anybody printing this crap? Journalism at the bottom.

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