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07.03.2014

07:32 Uhr

Gewalt und Proteste

Venezuela kommt nicht zur Ruhe

In Venezuela ist keine Entspannung der Krise in Sicht. Die Proteste gegen die linke Regierung gehen weiter. Wieder sterben Menschen. Keine Seite will nachgeben. Ein Dialog scheint derzeit nahezu unmöglich.

Proteste gegen Wirtschaftspolitik

Tote bei Ausschreitungen in Venezuela

Proteste gegen Wirtschaftspolitik: Tote bei Ausschreitungen in Venezuela

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CaracasDie seit Wochen andauernden Protesten gegen die linke Regierung Venezuelas fordern einen immer höheren Blutzoll. Ein Soldat der militarisierten Polizei Guardia Nacional und ein Motorradfahrer starben am Donnerstag bei einer Protestaktion in Caracas an Schussverletzungen. Damit kamen seit Mitte Februar 20 Menschen bei den Protesten ums Leben. Auch diplomatisch verschärfte sich die Krise. Caracas wies den Botschafter Panamas aus, dessen Land Venezuela Konspiration vorwirft.

Der sozialistische Parlamentspräsident Diosdado Cabello machte Scharfschützen für die beiden Morde am Donnerstag verantwortlich. Der getötete Motorradfahrer gehörte zu einer regierungsnahen Gruppe, die im Stadtteil Los Ruices Straßenbarrikaden wegräumen wollte, die von Demonstranten errichtet worden waren. Er und auch der Polizist wurden von Schüssen getroffen, die offenbar gezielt aus einem Gebäude abgefeuert wurden.

In dem Viertel war es zuvor zu massiven Tumulten gekommen. Regierungsanhänger wurden nach Medienberichten aus Fenstern und von Balkonen mit Flaschen beworfen. Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und gepanzerte Fahrzeuge ein. Mindestens ein Auto ging in Flammen auf.

Auf diplomatischer Ebene wurde die Krise durch eine Mitteilung des venezolanischen Außenministeriums angeheizt, das nach dem Abbruch der diplomatischen Beziehungen zu Panama dessen Diplomaten eine Frist von 48 Stunden zum Verlassen des Landes setzte.

Der panamaischen Vertretung in Caracas sei mitgeteilt worden, dass Botschafter Pedro Roberto Pereira Arosemena und weitere Diplomaten zu unerwünschten Personen erklärt worden seien, hieß es in der Mitteilung. Als Grund verwies der Ministerium auf „interventionistische Erklärungen“ Panamas gegen Venezuela.

Staatschef Nicolás Maduro hatte die diplomatischen Beziehungen zu dem mittelamerikanischen Land am Mittwoch ausgesetzt und auch die wirtschaftlichen Beziehungen eingefroren. Hintergrund ist eine von Caracas massiv kritisierte Initiative Panamas für eine Sondersitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) zu den Unruhen in Venezuela.

OAS-Generalsekretär José Miguel Insulza forderte einen offenen Dialog zwischen Regierung und Opposition in Venezuela, machte aber auch klar, dass sich die OAS ohne Zustimmung des betroffenen Landes, nicht einschalten könne. „Das sind die Spielregeln“, sagte Insulza.

Venezuela

Gewalt statt Karneval in Caracas

Venezuela: Gewalt statt Karneval in Caracas

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Von

dpa

Kommentare (2)

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Account gelöscht!

07.03.2014, 09:56 Uhr

Das ganze wirkt wie ein DEJAVUE...

Randalierende Demonstranten, brennende Autos und besetzte Gebäude, Scharfschützen und ...

Der Westen arbeitet sein Programm, alle "unfreundlichen" Staaten zu reformieren, knallhard ab.

Da muss was im Laden stinken..

Account gelöscht!

07.03.2014, 15:16 Uhr

Yesterday, the President Nicolas Maduro, in a mandatory broadcast gave an order to all Colectivos to help defend the revolution and stop those who protest:

Link: http://www.youtube.com/watch?v=39n73lRsPsU

After that, there was a lot of attacks in residential zones against those who protested. There are several videos that show the armed forces doing damages to civil cars and shooting against residential buildings.

http://www.youtube.com/watch?v=FhfPQJYqmzw
http://www.youtube.com/watch?v=5QJuLTg0hTY
http://www.youtube.com/watch?v=uFOIFiflr1I

Today, the Colectivos and the Armed Forces tried to dismantle the barricades made all over the city. They found some resistance in several places. Specially, in Los Ruices, a residential area where some people threw rocks against the armed forces and Colectivos who tried to enter the buildings. The armed forces shot tear gas and rubber bullets against the houses, meanwhile the Colectivos fired against the houses and threw Molotov cocktails. Here are some videos of the situation:

Colectivos entering a building:
http://www.youtube.com/watch?v=VqjCXLJIhOw
http://www.youtube.com/watch?v=FqGWkyXC7Uc

Colectivos burn a car:
http://www.youtube.com/watch?v=cLVebQ-I0oI

Police beating a protester: http://www.youtube.com/watch?v=Ga5EqBHzuJ4


Colectivos attacking, Armed Forces in Tanks:
http://www.youtube.com/watch?v=-PM-WUaNCv4
http://www.youtube.com/watch?v=L4iKEFpGQII
http://www.youtube.com/watch?v=E677O4ROwaQ
http://www.youtube.com/watch?v=V_8vzB4p2mo
http://www.youtube.com/watch?v=5o3548LhmEs
http://www.youtube.com/watch?v=V2OG3HEgM7I

We want the rest of the world to know what’s really happening in Venezuela. None of this is showed in Venezuelan television, because they’re censored.

Thanks for helping us make this public.

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