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27.12.2013

13:29 Uhr

Gewehr-Erfinder

Kalaschnikow in Moskau beigesetzt

Mit Putin und militärischen Ehren: Der Erfinder des berühmten Sturmgewehrs AK-47, Michail Kalaschnikow hat in Moskau seine letzte Ruhe gefunden. Zu der Beerdigung erschien auch Kremlchef Wladimir Putin.

Diesmal trifft den sowjetischen Waffenklassiker keine Schuld

Erfinder der Kalaschnikow ist tot

Diesmal trifft den sowjetischen Waffenklassiker keine Schuld: Erfinder der Kalaschnikow ist tot

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Moskau Unter Salutschüssen seines berühmten Sturmgewehrs AK-47 ist der legendäre russische Waffenkonstrukteur Michail Kalaschnikow in Moskau beigesetzt worden. Kremlchef Wladimir Putin legte bei dem Staatsbegräbnis in der Nationalen Gedenkstätte einen Kranz zu Ehren des Erfinders nieder. Auch Verteidigungsminister Sergej Schoigu gab dem Ingenieur das letzte Geleit. Neben dem mit Blumen geschmückten Sarg stand eine Ehrenwache, Kalaschnikows Sohn Viktor sprach Grußworte. Ein Orchester spielte einen Trauermarsch.

An dem Staatsakt mit militärischen Ehren nahmen auch viele Angehörige, Wegbegleiter und Freunde der Erfinders teil. In Kurja in der südsibirischen Region Altai, wo Kalaschnikow am 10. November 1919 geboren worden war, nahmen am Freitag der Agentur Interfax zufolge etwa 1500 Menschen bei einer Gedenkfeier im Heimatmuseum Abschied vom berühmten Sohn des Ortes. „Es sind normale Bewohner und auch viele Soldaten gekommen“, sagte Kalaschnikows Neffe Viktor Owtschinnikow.

Der Fall Chodorkowski

2003

Der Vorstandsvorsitzende des Ölkonzerns Jukoas, Michail Chodorkowski, wird am 23. Oktober spektakulär bei einer Zwischenlandung seines Privatjets in Nowosibirsk festgenommen. Dem Multimilliardär werden Betrug und Steuerhinterziehung vorgeworfen. Sein Geschäftspartner Platon Lebedew war bereits im Juli verhaftet worden.

2004

In Moskau beginnt am 16. Juni der erste Prozess gegen Chodorkowski und Lebedew. Die Verteidigung wirft dem Kreml eine Steuerung des Verfahrens vor, weil der Jukos-Chef in Opposition zum damaligen Präsidenten Wladimir Putin gegangen sei. Im Dezember wird die größte Jukos-Tochter Yuganskneftegas wird zwangsversteigert.

2005

Chodorkowski und Lebedew werden am 16. Mai unter anderem wegen schweren Betrugs und Bildung einer kriminellen Vereinigung schuldig gesprochen. Am 31. Wird die Strafe verhängt: je neun Jahren Gefängnis verurteilt. Ein Berufungsgericht reduziert die Strafe im September 2005 auf je acht Jahre Haft. Am 18. verabschiedet der US-Senat eine Erklärung, in der er den Prozess gegen Chodorkowski und Lebedew als politisch motiviert kritisiert.

2007

Die Staatsanwaltschaft leitet am 5. Februar eine zweite Anklage gegen Chodorkowski und Lebedew ein - wegen Geldwäsche. Im November wird der Jukos-Konzern wird nach seiner Zerschlagung und dem Verkauf der Teile aus Russlands Handelsregister gelöscht.

2008

Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht sich im März bei einem Treffen mit Putin in Moskau für Chodorkowskis Begnadigung aus. Auch andere deutsche Politiker hatten Russland wiederholt zum rechtsstaatlichen Umgang mit den beiden Unternehmern aufgefordert.

2009

In Moskau beginnt am 31. März der zweite Prozess gegen Chodorkowski und Lebedew. Die Verteidigung nennt die Vorwürfe der Unterschlagung von Millionen Tonnen Erdöl „absurd und unlogisch“.

2010

Vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg beginnt die Anhörung ehemaliger Jukos-Eigentümer. Sie fordern von Russland rund 70 Mrd. Euro Schadensersatz, da sie den Verkauf des Konzerns als Betrug ansehen. Im Dezember werden Chodorkowski und Lebedew schuldig gesprochen und zu 14 Jahren Haft verurteilt.

2011

Ein Moskauer Berufungsgericht kommt zu dem Schluss, dass Chodorkowski nur 90 Millionen statt 128 Millionen Tonnen Rohöl unterschlagen habe. Deshalb reduzieren die Richter die Haftstrafe um ein Jahr. Chodorkowski kommt demnach frühestens 2016 frei. Im Dezember gehen Zehntausende nach den Manipulationsvorwürfen bei der Parlamentswahl auf die Straße und fordern den Rücktritt von Regierungschef Putin und die Freilassung politischer Gefangener wie Chodorkowski.

2012

Nach der Wahl Putins zum russischen Präsidenten kündigt der amtierende Staatschef Dimitri Medwedjew im März überraschend an, die Urteile gegen Chodorkowski und andere Oppositionelle überprüfen zu lassen. Doch schon im April lehnt er das Begnadigungsgesuch ab.

2013

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt Russland wegen des Vorgehens gegen Chodorkowski. Wegen eines neuen Gesetzes wurde die Haftstrafe Chodorkowskis um zwei Jahre verringert, weshalb er Mitte 2014 frei gekommen wäre. Chodorkowski selbst sagte Anfang Dezember in einem Interview, er wolle kein Gnadengesuch stellen und forderte weiter einen fairen Prozess. Am 20. Dezember unterschreibt Putin dennoch ein Gnadenerlass. Noch am selben Tag kommt Chodorkowski frei und fliegt nach Deutschland.

2014

Am 5. Januar 2014 wird bekannt, dass Chodorkowski in die Schweiz ausgereist ist. Seine Söhne gehen dort zur Schule. Das Land hat ihm ein Visum für drei Monate ausgestellt. Am 20 September pröäsentiert er in Paris seine „Open Russia“-Initiative, die mit Internetseiten und Aktionen gegen das autoritäre Putin-Russland mobil macht.

Im Alter von 94 Jahren war der Tüftler am Montag in Ischewsk rund 1100 Kilometer östlich von Moskau gestorben. Die nach ihm benannte AK-47 (Awtomat Kalaschnikowa) mit dem gekrümmten Magazin gilt als die am meisten verbreitete Schusswaffe der Welt. Der Konstrukteur hatte das robuste Sturmgewehr nach dem Zweiten Weltkrieg entwickelt.

Von

dpa

Kommentare (1)

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27.12.2013, 14:24 Uhr

TOTALITÄTERE BRD

Welche totalitären Züge, die BRD schon heute angenommen hat, zeigt das Beispiel der Uni-Bilelefdt.

Während sich offen gewalttätige Linksautonome Gruppen auf der Universität breitbmachen können, haben Rektorat und einige einschlägig bekannte Professoren u. a. Andreas Zick, das Projekt "Uni ohne Vourteile" initiiert, dass sämtliche nicht-linken Studenten aus der Universität ekeln oder zumindest einschüchtern soll.


>>Ein Beispiel dafür ist die Universität Bielefeld, die ein Programm mit dem Namen “Uni ohne Vorurteile” bzw. “Uni ohne Nazis” ins Leben gerufen hat, das sich nicht gegen “Nazis” richtet, sondern gegen Studenten mit Standpunkten, die als “gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit” klassifiziert werden. Für diese Einstufung reicht es bereits aus, von biologischen Unterschieden zwischen den Geschlechtern auszugehen und darauf beruhend unterschiedliche Geschlechterrollen anzunehmen (“Sexismus”), das Welt- und Menschenbild des Islams abzulehnen (“Islamophobie”), Deutschland als Heimat der Deutschen zu betrachten (“Etabliertenvorrechte”) oder die Ehe als Verbindung von Mann und Frau anzusehen (“Homophobie”).

Einschlägig aktive Professoren an der Universität unterstützen in diesem Zusammenhang linksradikale Gruppierungen, die “Rechte” an der Universität “outen” sollen, und die Universität führt vorläufig noch freiwillige Schulungen zum “Umgang mit Vorurteilen” durch und verteilt Anstecker, die “als Bekenntnis an der Kleidung getragen werden” sollen.<<

http://ernstfall.org/2013/11/12/totalitare-moderne-gruppenbezogene-menschenfeindlichkeit-und-die-uni-ohne-vorurteile/#more-8380

Also jeder, der es wagt von der Leitideologie bestehend aus Multikulturalismus, antiweißen Rassismus, Gender-Ideologie und Kulturrelativismus abzuweichen, und das all zu laut tut, gerät ins Visier dieses Projekts.

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