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14.10.2011

18:57 Uhr

Gewerkschaftstag

Merkel betreibt Image-Pflege bei IG-Metall

Angela Merkel hat sich beim IG-Metall-Gewerkschaftstag indirekt für mehr Lohn für Arbeitnehmer ausgesprochen. Damit kam sie gut an. Sonst hatten die Gewerkschafter aber nur wenig Beifall für die Kanzlerin übrig.

Merkel sprach sich beim Gewerkschaftstag indirekt für Lohnerhöhungen aus. Reuters

Merkel sprach sich beim Gewerkschaftstag indirekt für Lohnerhöhungen aus.

RheinstettenRund ein halbes Jahr vor der Tarifrunde in der Metallindustrie hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) indirekt für Einkommenszuwächse für die Beschäftigten ausgesprochen. Die Arbeitnehmer hätten zum Teil deutliche Lohneinbußen in der Krise 2008/09 hingenommen, sagte Merkel am Freitag beim IG-Metall-Gewerkschaftstag in Rheinstetten bei Karlsruhe. „Das darf in besseren Konjunkturzeiten nicht einfach wieder vergessen werden.“ Zudem begrüßte sie Tarifverträge, die das verantwortungsvolle Verhalten von Arbeitnehmern im Wirtschaftsabschwung mit besserer Bezahlung belohnten.

Merkel lobte die Partnerschaft zwischen Wirtschaft, Gewerkschaften und Politik in Krisenzeiten als „Stück gelebter sozialer Marktwirtschaft“. IG-Metall-Chef Berthold Huber betonte, angesichts gedämpfter Aussichten für 2012 könnten ähnliche Kooperationen und Instrumente wie vor drei Jahren wieder gebraucht werden.

Zum Ende der mehrtägigen Gewerkschaftsveranstaltung hin bekräftigte die IG Metall ihre Forderung nach unbefristeter Übernahme von Auszubildenden. Die Gewerkschaft will das Anliegen in die kommende Tarifrunde einbringen. Einen entsprechenden Beschluss fassten die knapp 500 Delegierten einstimmig.

Nach Gewerkschaftsangaben wird bislang nur jeder vierte Azubi unbefristet übernommen, fast 75 Prozent der Nachwuchskräfte würden befristet für ein Jahr eingestellt und stünden nicht selten anschließend auf der Straße; drei Prozent müsse gleich nach der Lehre das Unternehmen verlassen, moniert die Gewerkschaft. Dies bestritt der Arbeitnehmerverband Südwestmetall: Nach einer Verbandserhebung würden knapp 80 Prozent aller Auszubildenden unbefristet weiterbeschäftigt - entweder sofort oder nach einem befristeten Jahr.

Kommentare (5)

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Mollemopp

14.10.2011, 22:43 Uhr

Dass erwachsene Menschen einer Angela Merkel überhaupt noch zuhören können, halte ich schon für bedenklich. Okay, wenn sie in einen Kindergarten geht, dann sind die Kleinen bestimmt ganz aus dem Häuschen. Die haben ja ein Staatsratsvositzende noch nie aus der Nähe gesehen. Und was sie redet, verstehen sie ohnehin nicht. Aber alles, was aus dem Kindergartenalter raus ist, sollte schon begeiffen haben, dass Frau Merkel immer gerade das redet, was man bie der jeweiligen Veranstaltung von ihr hören will. Ich erinnere gern an ihre Rede, als sie sagte: "Multikulti ist absolut gescheitert." Und trotzdem heißt es wie vorher weitermachen. Wer Merkel auch nur ein Wort glaubt, muss ganz weit unten angekommen sein.

Hingucker

15.10.2011, 08:33 Uhr

"Unter Pfiffen der Gewerkschafter verteidigte sie die Rente mit 67, die helfe, den Anstieg der Beitragssätze zu dämpfen und das Rentenniveau zu halten. Auf die Forderung der Metaller nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit ging sie nicht ein."
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Das ist typisch für Merkel und Co., sie labern nur das, was sie selbst am Liebsten hören. Bei konkreten Vorschlägen die vom Volk kommen wird geschwiegen und es einfach ignoriert, denn sie wissen ja angeblich, was für uns am Besten.

Statt reformiert, wurde bisher nur geflickt und das zum Nachteil der Bevölkerung. Die Rechte der Arbeitnehmer ausgehebelt durch dubiose Gesetze, die geschaffen wurden.

Wer dieser Frau und Ihren Untertanen noch irgendetwas glaubt, dem ist auch nicht zu helfen. Da wurde noch viel zu wenig gepfiffen am Gewerkschaftstag!!!

Rente

15.10.2011, 09:03 Uhr

Diese Frau verteidigt die den deutschen auferlegten Reparationen mit allen Mitteln. Was uns an Pseudogewinnen suggeriert wird ist mehr als eine Frechheit - die Eurolüge verteidigt Sie mit allem was Sie hat, zur Not mit Gewalt. Der Euro ein Friedensprojekt, lachhaft.

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