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16.07.2015

16:46 Uhr

Gezi-Park-Bebauung

Aktivisten warnen türkische Regierung

Vor zwei Jahren sorgte das Vorhaben für wütende Proteste. Jetzt warnen Aktivisten erneut davor, den Istanbuler Gezi-Park zu bebauen. Der Platz stehe unter dem Schutz der ganzen Welt, so die Bewegung „Taksim-Solidarität“.

Nach der Ankündigung, der Istanbuler Gezi-Park würde bebaut, kam es in der Türkei für mehrere Wochen zu gewaltsamen Demonstrationen. Reuters

Gewaltsame Proteste

Nach der Ankündigung, der Istanbuler Gezi-Park würde bebaut, kam es in der Türkei für mehrere Wochen zu gewaltsamen Demonstrationen.

IstanbulZwei Jahre nach den „Gezi-Protesten“ haben türkische Aktivisten davor gewarnt, einen neuen Versuch zur Bebauung des Istanbuler Gezi-Parks zu wagen. „Der Taksim-Platz und der Gezi-Park stehen nunmehr nicht nur unter dem Schutz Istanbuls, sondern unter dem der Türkei, ja sogar unter dem Schutz der ganzen Welt“, erklärte die Bewegung „Taksim-Solidarität“ am Donnerstag. Sie reagierte damit auf eine Aufhebung gerichtlich verfügter Baustopps durch ein Verwaltungsgericht.

Die Gezi-Proteste hatten sich im Sommer 2013 zunächst gegen Pläne der türkischen Regierung gewandt, auf dem zentralen Parkgelände in Istanbul ein Einkaufszentrum und eine Replik osmanischer Kasernen zu errichten. Sie weiteten sich zu landesweiten Protesten gegen die islamisch-konservative AKP-Regierung und den damaligen Ministerpräsidenten Recep Tayyip Erdogan aus. Die Proteste kosteten mindestens sieben Menschen das Leben, Tausende wurden verletzt.

Von

dpa

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