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26.04.2014

09:35 Uhr

Giftgas

Syrien kann immer noch Chemiewaffen produzieren

Im September hat Syrien eingewilligt, all seine Chemiewaffen abzugeben – doch es mehren sich die Zeichen, dass das Assad-Regime nicht alles offen gelegt hat. Das Land kann wohl weiterhin neue Chemiewaffen herstellen.

Die staatseigene Geka (Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten) in Munster kümmert sich um die Vernichtung syrischer Chemiewaffen. Reuters

Die staatseigene Geka (Gesellschaft zur Entsorgung von chemischen Kampfstoffen und Rüstungsaltlasten) in Munster kümmert sich um die Vernichtung syrischer Chemiewaffen.

New YorkSyrien kann nach Einschätzung westlicher Diplomaten weiterhin Chemiewaffen produzieren. „Wir sind davon überzeugt, und wir haben entsprechende Geheimdiensterkenntnisse, dass sie nicht alles offen gelegt haben“, sagte ein hochrangiger Diplomat unter Berufung auf Informationen aus Großbritannien, Frankreich und den USA.

Es handle sich um erhebliche Bestände, sagte er, ohne weitere Details zu nennen. Der syrische UN-Botschafter Baschar Dscha'afari wies die Vorwürfe zurück. Ziel Frankreichs, Großbritanniens und der USA sei es vielmehr, ein Druckmittel gegen die Regierung in Damaskus zu behalten.

Im September hatte Syrien unter internationalem Druck eingewilligt, sein Chemiewaffenprogramm zu beenden. Vorausgegangen war ein Giftgasangriff im August in einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, bei dem Hunderte Menschen ums Leben kamen. Der Westen macht die syrische Regierung für den schwersten Giftgasangriff im vergangenen Vierteljahrhundert verantwortlich. Die Regierung in Damaskus beschuldigt dagegen Rebellen, das Nervengas Sarin eingesetzt zu haben.

Chemische Kampfstoffe

Was sind Chemiewaffen?

Chemische Waffen gehören zu der Kategorie der ABC-Waffen (Atomar, Biologisch, Chemisch). In der Regel sind Chemiewaffen künstlich produzierte Giftstoffe, die fest, flüssig oder gasförmig sein können. Nervengifte wie Sarin und Hautkampfstoffe wie Senfgas werden gezielt zur Tötung oder Verletzung von Menschen eingesetzt. Zumeist werden auch Reizstoffe wie Tränengas dazugezählt.

Chemiewaffenkonvention

Die Chemiewaffenkonvention (CWK) ist ein Übereinkommen von Staaten der Vereinten Nationen, um die Herstellung, Verbreitung und Verwendung chemischer Waffen zu verhindern. Die CWK verbietet den Unterzeichnern, Chemiewaffen herzustellen, zu besitzen und einzusetzen. Reizstoffe wie Tränengas werden allerdings nur geächtet. Die CWK steht in der Tradition des Genfer Protokolls, das bereits 1925 den Einsatz von Giftgas in Kriegen verhindern sollte.

Nicht-Mitglieder der CWK

Israel und Myanmar haben 1993 die Chemiewaffenkonvention zwar unterzeichnet, doch bislang nicht durch ihre Parlamente ratifiziert. Angola, Ägypten, Nordkorea, Südsudan und Syrien haben das Abkommen weder unterschrieben noch ratifiziert.

Die OPCW

Die Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW) überwacht die Einhaltung der Chemiewaffenkonvention. Die OPCW wird von den Mitgliedern der Uno finanziert. Der Hauptsitz ist in Den Haag.

Überwacht wird die Vernichtung der syrischen Chemiewaffen von der Organisation für das Verbot chemischer Waffen (OPCW). Inzwischen wurden mehr als 90 Prozent der deklarierten Bestände ins Ausland gebracht, um dort vernichtet zu werden.

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Von

rtr

Kommentare (1)

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Account gelöscht!

29.04.2014, 07:49 Uhr

Nato+seinen Islamisten drohen den Syrienkrieg zu verlieren,also gibt es wieder Gifgas.
Nato hat groesste humanitaere Katastrophe verursacht seit Weltkrieg 2.
9 Mio Opfer gibt es+es geht noch immer weiter.Seit Nato Nov. 2010 veraendert wurde v einer defensiven in eine offensive Organisation,hat man Plaene wie Syrien entwickelt (aktive Friedenspolitik genannt ). Aufstaendische wurden finanziert,trainiert,bewaffnet.Es gab Zahlungen fuer syrische Waehler.Natolaender haben Special Forces+Geheimagenten in Syrien aktiviert zur Beratung+Informationsversorgung v Rebellen+zur Liquidation v syrischen Agenten.Alle Aktionen wurden ueber die Tuerkei+Jordanien geleitet um Natobeteiligung zuverheimlichen.In Natolaendern wurde die Presse informiert ueber einen Volksaufstand gegen Diktator Assad,willige Journalisten wurden gekauft.Sehr extreme Islamisten aus vielen Laendern sind nach Syrien gereist wo schlimmste humanitaeren Verbrechen begangen werden.Aktivste NatoKriegsLaender;US,UK,FR,DE,NL,Israel.Hoechste Zeit EU-NatoMinister zu entlassen+zur Reorganisierung dieser Nato.Jetzt droht das Unvorstellbare,Assad gewinnt den Krieg gegen die Nato+ihren Islamisten.Also muss ganz dringend das Gifgas wieder aktiviert werden

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