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29.06.2017

18:59 Uhr

Gipfeltreffen in Hamburg

Merkel und EU selbstbewusst vor G20-Konflikt mit Trump

Bundeskanzlerin Angela Merkel erwartet vom G20-Gipfel in Hamburg ein klares Signal für Freihandel und Klimaschutz. Dabei erwartet sie einen offenen Konflikt mit US-Präsident Trump. Europa demonstriert Geschlossenheit.

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, m.) zusammen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni, Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg. dpa

G20-Vorbereitungstreffen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU, m.) zusammen mit dem italienischen Ministerpräsidenten Paolo Gentiloni, Spaniens Ministerpräsidenten Mariano Rajoy, Frankreichs Präsidenten Emmanuel Macron, dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und der norwegischen Ministerpräsidentin Erna Solberg.

BerlinVom G20-Gipfel soll nach Wunsch von Bundeskanzlerin Angela Merkel ein klares Signal für Freihandel und Klimaschutz ausgehen. Dabei erwartet die Kanzlerin aber einen offenen Konflikt mit US-Präsident Donald Trump und kündigte ein selbstbewusstes Auftreten der Europäer an.

Merkel holte sich am Donnerstag bei einem Treffen mit den anderen europäischen Gipfelteilnehmern Rückendeckung. Die Europäer demonstrierten Einigkeit bei Freihandel und Klimaschutz. „Die G20 ist dringlicher denn je“, mahnte Merkel. „Wir müssen unsere Weltordnung zukunftsfähig machen.“

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Schon vor Beginn des G20-Treffens bleibt nicht nur für die Hamburger der Eindruck, dass so ein Gipfel allein zwei Dinge produziert: Kosten und Krawalle. G20-Treffen sind zur Farce ihrer selbst erstarrt. Ein Kommentar.

Kommenden Freitag und Samstag findet in Hamburg unter deutscher Präsidentschaft das Gipfeltreffen der 20 wichtigsten Industrie- und Schwellenländer der Erde statt. Dabei wird vor allem eine Auseinandersetzung mit der US-Regierung erwartet, die ihren Ausstieg aus dem Pariser Klimaschutzabkommen angekündigt hatte. „Der Dissens ist offenkundig“, sagte Merkel dazu in einer Regierungserklärung im Bundestag. „Es wäre nur unaufrichtig, wenn wir ihn übertünchen würden. Das werde ich jedenfalls nicht tun.“ Gleichzeitig mahnte sie, dass die größten Industrieländer ihrer Verantwortung auch für den Rest der Welt gerecht werden müssten.

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Nach dem Abstimmungstreffen der europäischen G20-Teilnehmer unterstrichen Merkel, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und Italiens Ministerpräsident Paolo Gentiloni, dass sie eine Isolierung Trumps ablehnten. „Es führt zu nichts, wenn wir einen Staat isolieren“, sagte Macron auf die Frage, ob man eine Klima-Erklärung ohne die USA anstreben könnte. Eine gemeinsame G20-Erklärung sei sehr wichtig. Wie Gentiloni sagte er, er vertraue auf das Verhandlungsgeschick Merkels, die man in den Abstimmungen unterstützen wolle.

Neben Streitfragen gebe es auch viele Gemeinsamkeiten mit den USA, betonten Merkel und Macron. Dieser empfängt Trump am Nationalfeiertag am 14. Juli in Paris.

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