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21.06.2011

16:26 Uhr

Glaubenskampf

Straßenkämpfe erschüttern Nordirland

Auf den Straßen von Belfast liefern sich Katholiken und Protestanten schwere Straßenschlachten mit Steinen und Schusswaffen. Die erneute Gewalteskalation torpediert die Friedensverhandlungen in Nordirland.

Bei den Kämpfen zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland wurde auch auf Polizisten geschossen. Quelle: dapd

Bei den Kämpfen zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland wurde auch auf Polizisten geschossen.

London/BelfastIn Nordirland haben sich katholische Republikaner und pro-britische Protestanten in der Nacht zum Dienstag schwere Straßenschlachten geliefert. Die Kämpfe in Belfast, bei denen auch Schüsse fielen, Steine geworfen und Häuser beschädigt wurden, seien die schwersten seit Jahren gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Etwa 500 Menschen seien beteiligt gewesen, es habe mindestens zwei Verletzte gegeben. Auch auf Polizeifahrzeuge wurde geschossen, hieß es. 

Begonnen wurden die Kämpfe ersten Erkenntnissen zufolge von Mitgliedern der paramilitärischen Gruppe UVF (Ulster Volunteer Force), die eigentlich die Waffen niedergelegt und sich zum Gewaltverzicht bereiterklärt hatte. Die UVF ist eine der größten gewaltbereiten, protestantischen Gruppen in Nordirland, die dafür kämpfen, dass die britische Region weiterhin Teil des Vereinigten Königreichs bleibt. Ihnen gegenüber stehen die katholischen Republikaner, die Nordirland als Teil der unabhängigen Republik Irland sehen wollen. 

Trotz der seit Jahren laufenden Friedensbemühungen kommt es in Nordirland immer wieder zu Auseinandersetzungen. Anfang April war ein Polizist durch eine Autobombe ums Leben gekommen. Ein Besuch der britischen Königin Elizabeth II. in der Republik Irland im Mai war ohne Zwischenfälle vonstattengegangen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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21.06.2011, 17:04 Uhr

Da wird ja schnell klar, warum Europa immer noch in weiter Ferne liegt.

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