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27.11.2011

13:52 Uhr

Globaler Klimaschutz

EU will schnelles Nachfolgeabkommen für Kyoto

Die EU will beim Klimaschutz aufs Tempo drücken und fordert ein globales Abkommen bis 2015. Das Projekt scheint mehr als ambitioniert - denn noch ist nicht klar, welche Staaten sich überhaupt daran beteiligen werden.

Stadtverkehr in China: Die EU will auf ein neues globales Klimaabkommen drängen. dpa

Stadtverkehr in China: Die EU will auf ein neues globales Klimaabkommen drängen.

DurbanAuf dem UN-Klimagipfel in Durban müssen nach Ansicht der EU die Weichen für ein Kyoto-Folgeabkommen bis 2015 gestellt werden. Die EU werde sich auf der Montag beginnenden Konferenz nachdrücklich dafür einsetzen, dass sich alle großen Industrienationen zumindest auf einen Fahrplan für ein rechtlich international bindendes Abkommen einigen, sagte der polnische EU-Klimaexperte Thomas Chruszczwow.

Die EU sei zwar entschlossen, die klimapolitischen Ziele von Kyoto zu erreichen und fortzuschreiben; allerdings trügen die Europäer nur elf Prozent der von Menschen erzeugten Treibhausgase in der Welt bei. Es sei kaum sinnvoll, das 2012 auslaufende Klimaabkommen von Kyoto ohne die Staaten mit dem höchsten Ausstoß an Treibhausgasen zu verlängern.

Die Klimakonferenz müsse sich auf vielen Gebieten zu beschleunigter Aktion entschließen, sagte Chruszczwow. Alle aktuellen wissenschaftlichen Studien kämen zu dem Ergebnis, dass rasches Handeln erforderlich sei, damit das in Cancun vereinbarte Ziel, die Klimaerwärmung bis 2050 auf zwei Grad zu begrenzen, erreicht werden könne. Die Bemühungen für den Klimaschutz seien auch ein wichtiger ökonomischer Faktor; alternative Energieprojekte ermöglichten überall in der Welt neue Arbeitsplätze.

Von

dpa

Kommentare (2)

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Wir_sind_die_Groessten

27.11.2011, 15:17 Uhr

"Die EU sei zwar entschlossen, die klimapolitischen Ziele von Kyoto zu erreichen und fortzuschreiben; allerdings trügen die Europäer nur elf Prozent der von Menschen erzeugten Treibhausgase in der Welt bei."

Und daran hat Deutschland sozusagen auch nur einen geringen Anteil. Ich schlage trotzdem vor, dass wir uns wieder auf unsere Vorbildfunktion in der Welt besinnen und sofort alle CO2-Ausbringer verbieten. Kraftwerke, Autos, Industriebetriebe und nicht zuletzt das Ausatmen von Mensch und Tier. Wir müssen es einfach der ganzen Welt beweisen, dass wir in allem die Größten und die Besten sind. Nieder mit den Energieversorgern und nieder mit den Energieverbrauchern. Nieder mit der Industrie und mit den Arbeitern und Angestellten. Denn die sind alle schuld am CO2-Ausstoß. Jeder der morgen früh zur Arbeit muss, sollte es aus Protest nicht tun. Wenn er dann noch ganz kosequent ist, dann hört er auf zu atmen. Lasst uns die Welt von Deutschland aus retten. Eurorettung, Klimarettung... wir müssen einfach immer die Führer der Welt sein!!

Mollemopp

27.11.2011, 15:18 Uhr

"...alternative Energieprojekte ermöglichten überall in der Welt neue Arbeitsplätze."

...und vernichten vorhandene Arbeitsplätze.

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