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15.09.2014

20:03 Uhr

Golan

Angriff auf UN-Truppe

UN-Beobachter auf den Golanhöhen sind angegriffen und zum Rückzug gezwungen worden. Die Angriffe seien eine „direkte Bedrohung der Sicherheit der Friedensschützer“ gewesen, kritisieren die Vereinten Nationen.

UN-Beobachter seien angegriffen und zum Rückzug gezwungen worden, heißt es in einem Bericht. dpa

UN-Beobachter seien angegriffen und zum Rückzug gezwungen worden, heißt es in einem Bericht.

New YorkEine Woche nach der Freilassung von UN-Soldaten auf den Golanhöhen sind die Beobachter angegriffen und zum Rückzug gezwungen worden.

Die Blauhelm-Soldaten hätten nach dem Vorrücken „bewaffneter Kräfte“ Stellungen geräumt und sich in hintere Positionen zurückgezogen, hieß es am Montag von den Vereinten Nationen in New York. Die Angriffe seien eine „direkte Bedrohung der Sicherheit der Friedensschützer“ gewesen.

Den UN zufolge haben die Soldaten die „Bravo-Linie“ genannte östlichste Grenze ihres Missionsgebiets geräumt und sich auf die „Alpha-Linie“, die ganz im Westen an israelische Stellungen grenzt, zurückgezogen. Wie viele Soldaten verlegt wurden, sagte der UN-Sprecher nicht.

US-Finanzhilfen für Israel und die Palästinensergebiete

USA - Palästinas wichtigste Geldquelle

Die USA gehören seit Jahren zu den wichtigsten Geldgebern der Palästinenser. Wegen der Gefahr, dass die Mittel in die Hände von Terroristen fallen, wird die Freigabe der Mittel streng geprüft. Israel wird jedes Jahr mit noch kräftigeren Finanzhilfen aus Washington unterstützt. Eine Übersicht:

Wie viel Geld fließt nach Gaza?

Seit 2008 betrugen die Finanzhilfen der USA für den Gazastreifen und das Westjordanland jedes Jahr durchschnittlich 400 Millionen Dollar. Im laufenden Haushaltsjahr stellte Washington 440 Millionen Dollar (330 Mio Euro) bereit. Das Geld fließt an die Hilfsorganisation USAID und als direkte Budgethilfe an die Palästinensische Autonomiebehörde.

Wer bekommt die Hilfe?

USAID nutzt ihren Anteil nach Angaben des US-Rechnungshofes, um die Palästinenser mit Trinkwasser zu versorgen und Krankenhäuser zu modernisieren. Außerdem werden damit Schulen gebaut oder renoviert und mit Material ausgestattet. Auch der Privatsektor wird unterstützt. 70 Millionen Dollar der Finanzhilfen sind nach Angaben des US-Außenministeriums für die Unterstützung palästinensischer Sicherheitskräfte und

Helfen die USA der Zivilbevölkerung?

Die USA sind zudem der größte Geldgeber für das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten UNRWA. Für das laufende Haushaltsjahr wurden 250 Millionen Dollar (187 Mio. Euro) bereitgestellt. Das Hilfswerk versorgt Flüchtlinge unter anderem mit Essen, Unterkünften und Medikamenten.

Wie unterstützen USA Israel?

Israel ist der größte Empfänger von US-Finanzhilfen seit dem Zweiten Weltkrieg. Fast das gesamte Geld dient der Unterstützung des Militärs. Dank der Hilfe der USA gehören die israelischen Streitkräfte zu den höchstentwickelten der Welt.

Wie viel Geld bekommt Israel?

Bisher haben die USA das Land mit 121 Milliarden Dollar (90,6 Mrd. Euro) unterstützt. Für das laufende Haushaltsjahr sind 3,1 Milliarden Dollar vorgesehen sowie 502 Millionen Dollar (376 Mio. Euro) für die israelische Raketenabwehr. Für das kommende Jahr soll diese Summe noch aufgestockt werden.

Warum bekommt Israel so viel Hilfe?

Dank einer breiten Unterstützung im Kongress genießt Israel beim Empfang dieser Mittel einmalige Vorteile. So wird das Geld seit Jahren bereits in den ersten 30 Tagen des in den USA am 1. Oktober beginnenden Haushaltsjahres zur Verfügung gestellt. Außerdem kann das Land einen bedeutenden Teil der Finanzhilfen - derzeit rund ein Viertel - zur Beschaffung von Waffensystemen und anderen militärischen Mitteln im Inland verwenden, was sonst unüblich ist.

Wer genau die Angreifer waren, wurde ebenfalls nicht gesagt. Vor drei Wochen hatten Islamisten etwa 80 philippinische Undof-Soldaten eingekesselt und mehr als 40 aus Fidschi gefangen genommen. Sie waren vor einer Woche wieder freigelassen worden.

Auf den Golanhöhen waren nach dem Krieg 1973 UN-Soldaten stationiert worden, um Syrien und Israel voneinander zu trennen. Die etwa 1200 Soldaten wurden immer wieder in den syrischen Bürgerkrieg hineingezogen.

Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Wolfgang Trantow

16.09.2014, 12:34 Uhr

Die friedlichen Islamgläubige würden dies niemals machen!

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