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12.12.2011

14:33 Uhr

Golf-Reise

Wulff will zwischen Kulturen vermitteln

Vermittler zwischen den Kulturen Islam und Christentum: Bundespräsident Christian Wulff ist auf einer Türöffnermission. Auf seiner Reise an den Golf kommt Wulff bei den Scheichs und Emiren gut an.

Bundespräsident Wulff und seine Frau Bettina beim Moschee-Besuch. AFP

Bundespräsident Wulff und seine Frau Bettina beim Moschee-Besuch.

Abu DhabiFür Christian Wulff ist es eine Vermittlungsmission zwischen den Kulturen, zwischen Christentum und Islam, zwischen dem Westen und Arabien. Sechs Tage lang bereist der Bundespräsident die arabische Halbinsel. Noch bis diesen Dienstag versucht er, im Pulverfass des Nahen und Mittleren Ostens jene Staaten zu stärken, die hier eng verflochten sind - und selbst als Vermittler auftreten können.

Ob im Nahostkonflikt, beim gefürchteten Atomprogramm des Iran, dem blutigen Konflikt in Syrien oder der ungeklärten Lage in Ländern des „Arabischen Frühlings“ - der Bundespräsident sieht seine Gastgeber als „Stabilitätsanker“ in diesem unruhigen Teil der Welt.

Seine Rolle sieht Wulff bei den Besuchen in Oman, Katar, den Vereinigten Arabischen Emiraten und an diesem Dienstag noch Kuwait vor allem als Türöffner zwischen dem Westen und der arabischen Welt. Der Schlüssel dafür ist sein Satz, den er am Tag der deutschen Einheit 2010 sagte: „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland.“

Zuhause musste er deswegen Kritik einstecken. Doch in islamischen Ländern stehen Wulff die Türen ziemlich weit offen. „Ich werde in der arabischen Welt wahrgenommen als jemand, der sich um die Muslime in Deutschland kümmert“, sagt er. Fast immer baut der Bundespräsident in seine Reden eine Passage ein, die an diesen Satz erinnert.

Der Bundespräsident fühlt sich wohl in dieser Mittlerrolle. Von „Handschlagqualität“ spricht er oft, wenn er das Fundament beschreiben will, auf dem er die Gespräche mit den schwerreichen Emiren führt. Das meint: Es geht um Verlässlichkeit. Zusagen werden unbedingt eingehalten. Vertrauen ist in dieser Region der Welt das beste Fundament, auf dem Politik und Geschäfte gemacht werden können, davon ist Wulff überzeugt.

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