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09.07.2011

10:58 Uhr

Golf-Staaten

Investitionen gegen die Revolution

VonMathias Brüggmann

Die Staaten am Golf investieren kräftig in ihre eigene Infrastruktur. Damit kurbeln sie die heimische Wirtschaft an - hoffen, sich so gegen den ägyptischen Virus zu wappnen.

Eine Baustelle in Dubai. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Finanzkrise überstanden. Quelle: Reuters

Eine Baustelle in Dubai. Auch die Vereinigten Arabischen Emirate haben die Finanzkrise überstanden.

BerlinFührende westliche Investmentbanken schrauben die Wachstumsprognosen für die Golf-Staaten hoch. Dabei sind nicht nur die wieder stark gestiegenen Ölpreise der Auslöser, sondern insbesondere die Rebellionen in vielen arabischen Ländern. Aus Furcht vor einem Übergreifen der anhaltenden Proteste vor allem in Nordafrika, Syrien und Jemen auf ihre Länder, haben die Golf-Staaten massive Investitionsprogramme aufgelegt, die die Wirtschaft massiv ankurbeln.

"Die gewaltigen Ausgabenprogramme für Infrastrukturvorhaben sind der Schlüsselfaktor für Wirtschaftswachstum am Golf", sagte der Chefökonom für den Mittleren Osten und Nordafrika (Mena) bei der Großbank HSBC, Simon Williams. Er rechne trotz der erheblichen Wachstumsschwächen in Ägypten, Tunesien und Libyen mit einer Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in der Mena-Region um 4,5 bis fünf Prozent im laufenden Jahr.

"Und die Golf-Staaten haben sogar eine noch stärkere Dynamik", ergänzte Shady Shaber von Standard Chartered. Vor allem, da dort auch die Privatinvestitionen und die Kreditvergabe durch Banken wieder anziehe.
Mit Katar wird sogar ein Golfstaat mit einem erwarteten BIP-Zuwachs von 20 Prozent laut Internationalem Währungsfonds (IWF) dieses Jahr Wachstums-Weltmeister. Doch auch Saudi-Arabien und die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) haben die Krise inzwischen abgeschüttelt - nicht nur dank der wieder gestiegenen Ölpreise.

Kommentare (3)

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09.07.2011, 11:14 Uhr

Auf diesem Bild wird das Sprichwort "das Geld in den Sand gesetzt" buchstäblich. Warum gebietet diesen Kameltreibern keiner Einhalt. Aber man kann sie größtenteils entschuldigen, sie sind gefangen in eurem sogenannten Wertesystem.

Daß sie selbst am am weitesten fortgeschritten sind bei der Bemühung, wie säge ich am schnellsten den Ast durch auf dem ich sitze, scheint ihnen aufgrund ihres Kameltreiberdaseins nicht aufzufallen. Aber an Kameltreibern herrscht weltweit kein Mangel.

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09.07.2011, 11:30 Uhr

Vor allem ist man dann gerne Kameltreiber, wenn man selbst an den Bauten am meißten verdient. Daß man auch auf diesem Ast sitzt, scheint den hiesigen Kameltreibern nur ein nebensächliches Ereignis zu sein.
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09.07.2011, 11:39 Uhr

Der eine Kameltreiber stellt sich für die Erlöse seiner Bemühungen einen Porsche in die Garage, der andere zusätzlich noch den Turm zu Babel in den Wüstensand.

Macht weiter so und legt noch einen Zahn zu. Nur so kriegen wir euch von von der Erdoberfläche getilgt.
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