Handelsblatt

MenüZurück
Wird geladen.

07.02.2004

09:17 Uhr

Gremium soll auch Infos zu Nordkorea prüfen

US-Irak-Kommission soll Bericht 2005 vorlegen

Eine US-Kommission soll die Gründe für den Irakkrieg untersuchen. Ihre Ergebnisse soll sie allerdings erst nach den Präsidentschaftswahlen vorlegen.

HB BERLIN. Die von US-Präsident George W. Bush eingesetzte Kommission zur Untersuchung der Geheimdienstinformationen im Vorfeld des Irakkrieges soll ihre Ergebnisse erst fünf Monate nach den US-Präsidentschaftswahlen vorstellen. Dies teilte Bush am Freitag in Washington mit.

Die Kommission soll von einem Demokraten, dem früheren Gouverneur des Bundesstaates Virginia und Ex-Senator Chuck Robb, und einem Republikaner, dem ehemaligen Bundesrichter Lawrence Silberman, geleitet werden.

Er sei «entschlossen herauszufinden», warum keine Massenvernichtungswaffen in Irak gefunden worden seien, sagte Bush in einer kurzfristig anberaumten Ansprache im Weißen Haus. Das Gremiums solle auch die Geheimdienstinformationen über die Waffenprogramme in Nordkorea prüfen, sagte der US-Präsident.

Dem Gremium soll auch Senator John McCain angehören, ein früherer parteiinterner Rivale des Präsidenten. Weitere Mitglieder sind: Lloyd Cutler, Berater im Weißen Haus unter den Präsidenten Jimmy Carter und Bill Clinton; Richard Levin, Präsident der renommierten Yale-Universität; Admiral Bill Studeman, früherer Vizechef des Geheimdienstes CIA; und Pat Wald, ein früherer Berufungsrichter. Die zwei übrigen Mitglieder sollten noch ernannt werden.

McCain kündigte am Rande der Wehrkundetagung in München an, die Untersuchung solle sich nicht allein mit einen möglichen Versagen der Geheimdienste befassen, sondern auch mit der Frage, wie die Informationen der Dienste von der politischen Führung verwendet worden seien.

Direkt vom Startbildschirm zu Handelsblatt.com

Auf tippen, dann auf „Zum Home-Bildschirm“ hinzufügen.

Auf tippen, dann „Zum Startbildschirm“ hinzufügen.

×