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04.07.2017

13:13 Uhr

Grenzkontrollen

Italien bestellt österreichischen Botschafter ein

Der Flüchtlingsstrom über das Mittelmeer nimmt wieder zu - Italien hat bereits Hilfe bei der Bewältigung gefordert. Auch Österreich reagiert und will in naher Zukunft Grenzkontrollen am Brenner-Pass einführen.

„Ich erwarte sehr zeitnah, dass Grenzkontrollen aktiviert werden (...)“, so der österreichische Verteidigungsminister. Reuters

Hans Peter Doskozil

„Ich erwarte sehr zeitnah, dass Grenzkontrollen aktiviert werden (...)“, so der österreichische Verteidigungsminister.

WienÖsterreich bereitet angesichts des zunehmenden Flüchtlingsstroms über das Mittelmeer nach Italien Grenzkontrollen am Brenner-Pass vor. „Ich erwarte sehr zeitnah, dass Grenzkontrollen aktiviert werden (...)“, sagte Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil (SPÖ) zur „Kronen Zeitung“ vom Dienstag. Ein unterstützender Einsatz des Bundesheeres an der Grenze sei „unabdingbar, wenn der Zustrom nach Italien nicht geringer wird“. Dem Bericht zufolge stehen für den Einsatz zur Grenzsicherung am Brenner-Pass insgesamt 750 Soldaten zur Verfügung. Innerhalb von 72 Stunden sollen die Soldaten „im Fall einer Alarmierung“ voll einsatzfähig sein. Bereits am Montag seien vier Radpanzer in das Grenzgebiet verlegt worden. Nach der Ankündigung hat das italienische Außenministerium den österreichischen Botschafter in Rom einbestellt. Das teilte das Ministerium am Dienstag mit.

Der Brenner-Übergang zu Italien ist eine der wichtigsten Nord-Süd-Routen für den Fracht- und Tourismusverkehr. Bei Grenzkontrollen in der Urlaubssaison sind lange Staus vorprogrammiert.

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Ankündigungen, aber keine konkreten Zusagen: Italien hofft weiter auf die Solidarität der EU-Partner bei der Bewältigung des Flüchtlingsdramas. Vor dem EU-Innenministertreffen gibt es scharfe Kritik aus Rom.

Italien hat in diesem Jahr bereits 82.000 Flüchtlinge aufgenommen, ein Drittel mehr als vor einem Jahr. Damit ist Italien Hauptaufnahmeland für Flüchtlinge geworden, die nach Europa wollen. In Österreich ist die Zahl der Asylanträge nach Schließung der Balkan-Route im vergangenen Jahr auf knapp 42.100 von 90.000 ein Jahr zuvor zurückgegangen. Zum Asylverfahren zugelassen wurden laut Innenministerium gut 36.000 Menschen. Das Land blieb damit unter der selbst gesteckten Obergrenze von 37.500 Asylverfahren.

Von

rtr

Kommentare (2)

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Herr Michael Müller

04.07.2017, 12:18 Uhr

Danke liebe Österreicher, dass Ihr uns vor dem Zustrom der vielen Flüchtlinge schützt.

Zwischenzeitlich haben die in Deutschland geduldeten Flüchtlinge längst ihre Daheimgebliebenen darüber informiert, wie man in Deutschland den entsprechenden Status + Geld erhält. Daher wird der Flüchtlingsstrom nicht abebben sondern eher noch sehr viel stärker zunehmen, zumindest so lange die Flüchtlinge direkt an den Küsten Afrikas abgeholt werden. Beenden kann man dies nur damit, indem die in Seenot geratenen Menschen in den nächsten Hafen gebracht werden und nicht ein Freiticket mit umfassender Vollpension, Gesundheitsfürsorge, Kindergeld und Rentenansprüchen nach Europa erhalten!

Unbekannt

04.07.2017, 17:02 Uhr

Wohin mit den Migranten ?
Österreich verfügt über keinen Seehafen und kann seine Grenzen im Bedarfsfall militärisch abriegeln. Deutschland hat Seehäfen und da Frau Dr. Angela Merkel Italien Hilfe bei der Zuwanderung zugesichert hat, werden in naher Zukunft (nach der BT-Wahl im September 2017) die Migranten in deutschen Seehäfen anlanden können. Das Soros-Programm sowie das UN-Programm von 2001 sehen jährlich eine Zuwanderung von mindestens 1 Million Migranten nach Europa vor und soll nicht unterbrochen werden.
( Link : https://www.welt.de/debatte/kommentare/article147061754/George-Soros-Plan-fuer-Europas-Fluechtlingskrise.html) und (https://alexandrabader.wordpress.com/2017/02/06/george-soros-und-der-malta-plan/)
Das Problem ist die Verteilung der Migranten und da EU-Mitglieder, die an der Aufrechterhaltung ihrer Identität interessiert sind, sich der Aufnahme verweigern, werden diese "Schutzsuchenden" halt in D verbleiben. Die Wähler werden nach der BT-Wahl leider erkennen, warum die Bundeskanzlerin keine Obergrenzen für Zuwanderung setzen wollte und dass sie nun lernen müssen, mit dem Problem - auch der ausufernden Kriminalität und des Terrorismus - umzugehen.

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