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22.10.2011

16:44 Uhr

Grenzregion Irak

49 Kurden bei türkischer Offensive getötet

Nach Zeitungsangaben sind türkische Truppen bis zu fünf Kilometer in den Nordirak vorgedrungen. 49 kurdische Rebellen wurden nach Angaben der Streitkräfte bei der jüngsten Offensive getötet.

Ein türkischer Militärkonvoi nahe der Grenze zum Irak. dpa

Ein türkischer Militärkonvoi nahe der Grenze zum Irak.

AnkaraBei der türkischen Offensive gegen kurdische Rebellen sind im Südosten nahe der irakischen Grenze 49 PKK-Kämpfer getötet worden. Das teilten die türkischen Streitkräfte am Samstag in einer Erklärung mit. Die Kämpfe in der Provinz Hakkari dauerten seit zwei Tagen an.

Während sich das Gros der Kämpfe in der Grenzregion zum Irak abspielten, drangen auch mehrere hundert türkische Soldaten bei der am vergangenen Mittwoch begonnenen Offensive in den Nordirak vor, um Stellungen der Untergrundorganisation PKK anzugreifen, berichteten türkische Medien.

Die türkischen Streitkräfte setzen an die 10.000 Soldaten in der Offensive im Südosten ein, die eine Reaktion auf die Tötung von 24 Soldaten durch PKK-Kämpfer ist. Dieser PKK-Angriff war einer der folgenschwersten seit den 90er Jahren. Die PKK kämpft seit 1984 für einen kurdischen Staat im Südosten der Türkei. Dabei sind bisher mehrere zehntausend Menschen getötet worden.

Nach Angaben türkischer Militärsprecher ist die jüngste Offensive auf die Region um die südosttürkische Stadt Cukurca konzentriert. Im Nordirak gebe es nur „einige wenige“ Einsätze. Nach einem Bericht der Zeitung „Haber Türk“ sind türkische Truppen bis zu fünf Kilometer auf nordirakisches Gebiet vorgedrungen, meist mit Hilfe von Hubschraubern zur gezielten Bekämpfung mutmaßlicher PKK-Verstecke. Die derzeitige Offensive gilt als größte auf irakischem Gebiet seit drei Jahren.

Von

dapd

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