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01.05.2013

17:25 Uhr

Griechen in der Krise

Griechen privatisieren Glücksspielunternehmen

Das erste Mal ist geschafft: Griechenland privatisiert ein staatliches Glücksspielunternehmen. Doch noch muss der Verkauf noch vom griechischen Parlament gebilligt und von der EU genehmigt werden.

Die Griechen beginnen mit der Privatisierung. dpa

Die Griechen beginnen mit der Privatisierung.

AthenDen Griechen ist die erste große Privatisierung eines vom Staat abhängigen Unternehmens gelungen. Es handelt sich um das Glücksspielunternehmen OPAP. Dies teilte das griechische Finanzministerium mit: „Die erste große Privatisierung ist unter Dach und Fach.“ Das Privatisierungsprogramm werde fortgesetzt, damit das Land bald aus der Krise herauskommt, hieß es weiter.

Nach Informationen der Nachrichtenagentur dpa wurden 33 Prozent des Glücksspielunternehmens für 652 Millionen Euro an das tschechisch-griechische Konsortium „Emma Delta Ltd“ verkauft. Dies sagten Mitarbeiter des griechischen Privatisierungsfonds (Taiped-Hradf). Die „Emma Delta“ erhöhte ihr ursprüngliches Angebot von vergangener Woche um 30 Millionen Euro, hieß es aus Kreisen des Privatisierungsfonds.

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Der griechische Staat war bislang mit 33 Prozent größter Aktienbesitzer des Unternehmens OPAP. Das Konsortium „Emma Delta“ gehört dem tschechischen Unternehmer Jiri Smejc mit rund 67 Prozent und dem griechischen Reeder Giorgos Melissanides mit 33 Prozent an, berichtete die griechische Finanzpresse.

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Der Verkauf muss noch vom griechischen Parlament gebilligt und von der EU genehmigt werden. Seit Ausbruch der schweren Finanzkrise ist dieser Verkauf praktisch die größte Privatisierung. Griechenland hat sich als Ziel gesetzt bis zum Jahresende mindestens 2,5 Milliarden Euro durch Privatisierungen einzunehmen.

Von

dpa

Kommentare (10)

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Sarina

01.05.2013, 17:42 Uhr

Das Privatisierungsprogramm werde fortgesetzt, damit das Land bald aus der Krise herauskommt, hieß es weiter.
-------------------------------------------------------Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man über solche "Nachrichten" in schallendes Gelächter ausbrechen. ..... damit das Land BALD aus der Krise herauskommt! So ein gequirlter Blödsinn!

kraehendienst

01.05.2013, 17:51 Uhr

...muss von der EU noch bewilligt werden: WELCH EINE DIKTATUR. Und: die Leute gehen nur auf die Straße, wenn es um ihr eigenes Geld geht, etwa für die altzeitlich vernebelten Gewerkschaften...aber nicht, wenn es um das Ganze geht, das sukkzessive zerstört werden soll.

Nachrechner

01.05.2013, 17:58 Uhr

@kraehendienst: Jede Fusion oder Übernahme muss weltweit von den jeweiligen Kartellbehörden genehmigt werden. In Deutschland ist das Bundeskartellamt zuständig und bei Erfüllung bestimmter Kriterien die EU. Dies hat genau gar nichts mit Rettungspaketen zu tun und ist erst recht keine Diktatur sondern normale Praxis.

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