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14.01.2013

19:00 Uhr

Griechenland

50.000 „Phantom-Renten“ belasteten Staatskasse

Rund 50.000 Menschen haben sich in Griechenland nach offiziellen Angaben im vergangenen Jahr Renten und Pensionen verstorbener Angehöriger erschlichen. Die Behörden ermitteln, sie wollen das Geld um jeden Preis zurück.

Obdachloser in Thessaloniki: Die prekäre Situation in Griechenland bringt viele Menschen an den Rand der Verzweiflung. dapd

Obdachloser in Thessaloniki: Die prekäre Situation in Griechenland bringt viele Menschen an den Rand der Verzweiflung.

AthenRund 50.000 Menschen haben sich nach offiziellen Angaben in Griechenland 2012 trotz intensiver Kontrollen Renten und Pensionen verstorbener Angehöriger erschlichen. „Das Ministerium wird diese Gelder zurückfordern“, erklärte der griechische Arbeitsminister Giannis Wroutsis am Montag im griechischen Parlament.

Seit dem 1. Januar werden diese Renten nicht mehr ausgezahlt. Die Behörden ermitteln nun gegen die Verwandten. Neue Fälle solle es nicht mehr geben. Mit einem neuen elektronischen Überwachungssystem sollen die Renten- und Pensionskassen direkt mit den Standesämtern ab 1. März verbunden werden. Bei einem Sterbefall soll dann automatisch die Auszahlung der Rente gestoppt werden.

So könnte Griechenland geholfen werden

Anleihenrückkauf

Ein 40 Milliarden Euro umfassendes Programm zum Rückkauf griechischer Staatsanleihen wird seit 2011 diskutiert. Dabei könnte Athen Geld des Euro-Rettungsschirms nutzen, damit es seine Anleihen zum Marktpreis von privaten Gläubigern zurückkauft, um somit die Schuldenlast zu verringern. Denn die Kurse für griechische Staatsanleihen liegen weit unter ihrem Nennwert. Derzeit sind die Anleihen nur rund ein Drittel ihres Ausgabepreises wert.

Zinssenkungen

Die Geberländer könnten die Zinsen auf ihre bilateralen Kredite von etwa 53 Milliarden Euro reduzieren, was zu jährlichen Erleichterungen von 500 Millionen Euro für Athen führen könnte. Deutschland hat bisher kräftig an den Krediten verdient und kann sich besonders günstig Geld leihen. Unter anderem Italien und Spanien würde dies viel kosten, da sie sich zu höheren Zinsen Geld leihen müssen.

Mehr Zeit für Schuldenabbau

Auch eine Streckung der Zahlungsziele ist im Gespräch. Die Laufzeit für Hilfskredite könnte also verlängert werden.

EZB-Hilfe

Die Notenbank hat Staatsanleihen Athens zu sehr niedrigen Kursen erworben. Einen Teil ihrer Gewinne könnten die Europäische Zentralbank (EZB) und die nationalen Notenbanken Athen überlassen.

Schuldenschnitt

Noch nicht auf der Vorschlagliste, aber stets in der Diskussion: Ein zweiter Schuldenschnitt nach dem ersten vom Frühjahr, in dem private Gläubiger wie Banken auf 100 Milliarden Euro verzichteten, wird diskutiert und vor allem vom Internationalen Währungsfonds (IWF) favorisiert. Auch wegen des Widerstands Deutschlands wird dieser Schritt erst einmal aufgeschoben. Rund zwei Drittel der griechischen Schulden von etwa 340 Milliarden Euro liegen bei öffentlichen Geldgebern. Erstmals würde Steuerzahlergeld verloren sein. Es müssten sich auch Euro-Krisenländer beteiligen, die selbst wackeln.

Von

dpa

Kommentare (11)

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Account gelöscht!

14.01.2013, 19:17 Uhr

na und, bei uns kassieren die hohen Beamten und Politiker Unsummen. Das interessiert mich mehr!
erst vor der eigenen Tür kehren!

Wutbuerger

14.01.2013, 19:54 Uhr

Herr Wulf und der Ehrensold. Schneller und besser kann man nicht Kasse machen. Muss der jetzt wieder nach dem Auszug seine Kumpels anpumpen ?

Vicario

14.01.2013, 20:28 Uhr

Zitat : 50.000 „Phantom-Renten“ belasteten Staatskasse

Und was haben die Griechen der "Troika" erzählt, um an weitere Milliarden zu kommen ? Von welchen gelungenen Reformen hat dann anschliessend diese korrumpierte Troika und unser " Sparschweinchen auf Rädern" gelabert ?

Unfassbar, wie man hier Verschei..... wird !

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