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19.02.2015

13:06 Uhr

Griechenland

Athen stellt Antrag auf verlängerte Euro-Hilfen

Griechenland hat im Schuldenstreit mit den Euro-Partnern den Antrag auf Verlängerung der Kredite abgeschickt. Offenbar will sich Athen nun doch der Überwachung durch die Troika beugen. Die Zeichen stehen auf Annäherung.

Die Post ist da: Griechenland stellt Antrag auf Kredithilfen

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Athen/BrüsselDas hochverschuldete Griechenland hat bei der EU eine Verlängerung der finanziellen Unterstützung beantragt. „Der Antrag wurde verschickt“, sagte ein Regierungsvertreter am Donnerstag in Athen. Demnach bittet Griechenland um eine sechsmonatige Verlängerung der bestehenden Kreditvereinbarung. Das derzeitige Hilfsprogramm für Griechenland läuft Ende Februar aus, ohne weitere Unterstützung droht Griechenland in den kommenden Monaten der Staatsbankrott.

Euro-Gruppen-Chef Jeroen Dijsselbloem bestätigte den Eingang des Schreibens aus Athen: „Griechischen Antrag für sechsmonatige Verlängerung erhalten“, schrieb er auf Twitter. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.

Noch am Nachmittag soll sich die sogenannte Arbeitsgruppe der Euroländer damit befassen. Am Freitag um 15 Uhr kommen dann die Finanzminister der Euro-Zone in Brüssel zusammen, wie Dijsselbloem bestätigte.

In dem Schreiben hat die griechische Regierung der Verlängerung des Hilfsprogramms unter Überwachung der Troika-Gläubiger zugestimmt. In dem Brief, der der Nachrichtenagentur Reuters vorliegt, heißt es, dass die Verlängerung des Programms um sechs Monate unter Einhaltung der Rahmenvereinbarungen mit EU, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds (IWF) geschehen soll. Bisher hatte die linksgerichtete Regierung in Athen eine Zusammenarbeit mit den Institutionen, die unter dem Namen „Troika“ firmierten, abgelehnt.

Griechenland: Der Brief aus Athen im Wortlaut

Griechenland

Der Brief aus Athen im Wortlaut

Die griechische Regierung hat der Verlängerung des Hilfsprogramms unter Überwachung der Troika-Gläubiger zugestimmt. Der Brief des Finanzministers im englischen Original-Wortlaut.

Die griechische Regierung erkenne die finanziellen und prozeduralen Inhalte des bestehenden Rettungsprogramms als bindend an, heißt es in dem Brief. Zudem akzeptiert die Regierung die finanziellen Verpflichtungen gegenüber allen Gläubigern. Neue Maßnahmen der Regierung müssten voll durchfinanziert sein. Zudem werde Griechenland während der sechs Monate eng mit den Partnern zusammenarbeiten, damit keine einseitigen Reformen ergriffen werden, welche die Haushaltsziele, die wirtschaftliche Erholung oder die finanzielle Stabilität des Landes gefährdeten.

Kommentare (29)

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Herr Thomas Melber

19.02.2015, 10:49 Uhr

Wie gnädig von Griechenland! Erfolgen Zinszahlungen und Tilgungsbeginn noch in diesem Jahrhundert?

Frau Ute Umlauf

19.02.2015, 10:51 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

Herr Jürgen Dannenberg

19.02.2015, 10:56 Uhr

Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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