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29.08.2011

15:17 Uhr

Griechenland

Athen stellt Ultimatum für Anleihentausch

Die Griechen machen Druck auf die Banken: Bis zum 9. September müssen sie entscheiden, ob sie sich an der Umschuldung beteiligen. Dann zeigt sich, ob eine Quote von 90 Prozent zusammenkommt - oder die Aktion scheitert.

Der Parthenon Tempel über Athen. ap

Der Parthenon Tempel über Athen.

BerlinGriechenland drückt bei der Beteiligung der Banken am zweiten Hilfspaket für seinen hochverschuldeten Haushalt aufs Tempo. Die Regierung in Athen forderte alle Gläubigerinstitute auf, bis zum 09. September zu entscheiden, ob und in welcher Form sie sich an der Umschuldung von Staatsanleihen beteiligen wollen. Das geht aus einem Reuters am Montag vorliegenden Brief von Finanzminister Evangelos Venizelos an die Banken hervor. Die Bundesregierung erwartet, dass auch die stark in Hellas-Bonds engagierten Bad Banks der Hypo Real Estate und der WestLB mitmachen. Ihre Zusage steht aber bisher aus.

Vergangene Woche hatte die griechische Regierung gedroht, ihr Umtauschangebot an die Banken zurückzuziehen, wenn diese nicht mindestens 90 Prozent der in Frage kommenden Anleihen in neue Papiere einwechseln. Die Transaktion ist Kernbestandteil des im Juli von den EU-Staat vereinbarten zweiten Hilfspakets über 150 Milliarden Euro. Bisher liegt die Quote nach Angaben des internationale Bankenverbands IIF bei 60 bis 70 Prozent.

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In dem Brief an die Banken schlägt die Regierung vier Optionen vor. Das vertrauliche Schreiben soll in den kommenden Tagen die deutsche Bankenaufsicht BaFin an die hiesigen Geldinstitute
verschicken.

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Kommentare (18)

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calmeros

29.08.2011, 14:48 Uhr

sind die denn nicht sowieso teil verstaatlicht.also bezahlt es doch eh der dumme steuerzahler.

hamp

29.08.2011, 14:55 Uhr

calmeros..klar...was erwarten sie..das banker verlieren würde?

die machen der regeln..die können nicht verlieren...DIE haben der kontrolle und die rauben uns aus.....und so lang der bevolkerung nichts macht...ausser fern zu schauen und fussball...warum sollen die das nicht machen?...

ich

29.08.2011, 15:36 Uhr

Ich glaub es nicht! Athen stellt zeitliche Forderungen, obwohl Griechenland Hilfe braucht!?! Also unter diesen Umständen gebe ich als fleißiger Steuerzahler natürlich gerne meinen Anteil dazu! Die sollten nochmal kurz überlegen, wer hier die Regeln macht?! Griechenland soll froh sein, wenn es Geld bekommt und pasta! Wann entscheiden andere!

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