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27.02.2015

03:28 Uhr

Griechenland

Autonome wüten im Zentrum Athens

Ausschreitungen in Griechenland: Im Zentrum Athens haben rund 200 Autonome nach einer Demonstration gegen die Verlängerung des Sparprogramms gewütet. Schaufenster gingen zu Bruch, Autos wurden zerstört.

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei Syriza unter dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras gab es erste Demonstrationen von Autonomen. AFP

Erste Demo

Nach dem Wahlsieg der Linkspartei Syriza unter dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras gab es erste Demonstrationen von Autonomen.

AthenRund 200 Vermummte haben am Donnerstagabend im Zentrum Athens Schaufenster eingeschlagen, Autos zerstört und Müllcontainer angezündet. Zu den Ausschreitungen kam es nach einer zunächst friedlich verlaufenen Demonstration der außerparlamentarischen Linken gegen die von der griechischen Links-Rechts-Regierung unterzeichnete Verlängerung des Sparprogramms. Es war die erste Demonstration Autonomer nach dem Wahlsieg der Linkspartei Syriza unter dem griechischen Regierungschef Alexis Tsipras.

Einige Demonstranten hielten Banner mit Slogans wie "Raus aus der EU" und "Streicht die Schulden" in den Händen. Nach Angaben der griechischen Polizei folgten die Demonstranten dem Aufruf einer kleinen antikapitalistischen Partei, gegen die Einigung der griechischen Regierung mit der Eurogruppe über eine Verlängerung des Hilfsprogramms zu protestieren. Außerdem schlossen sich demnach etwa 300 schwarzgekleidete Linksautonome den Protesten an. Die Menge zog unter anderem zum Parlament.

Griechenland und die Eurogruppe hatten sich am Dienstag auf eine Verlängerung des eigentlich Ende Februar auslaufenden Hilfsprogramms bis Ende Juni geeinigt. Voraussetzung dafür war eine Liste der griechischen Regierung mit Reformmaßnahmen. Am Freitag entscheidet der Bundestag über die Verlängerung der Griechenland-Hilfen - es wird eine überwältigende Mehrheit für den Antrag von Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) auch über die Stimmen der Regierungsfraktionen hinaus erwartet.

Unterdessen kritisierte Schulz die griechische Regierung wegen des erneuten Vorstoßes für einen Schuldenschnitt. "Ein Finanzminister, der wenige Tage, nachdem er mit 18 seiner Kollegen eine Einigung erzielt hat, diese wieder in Frage stellt oder neue Forderungen ins Spiel bringt, schafft kein Vertrauen", sagte der EU-Politiker der "Rheinischen Post" vom Freitag. Im Gegenteil: Er verspiele es.

Der "Schlingerkurs der griechischen Regierung" sei unnötig und bringe niemanden voran, sagte Schulz. Die kommenden vier Monate seien für das vom Bankrott bedrohte Land nun entscheidend. Es sei an Griechenland, die getroffene Vereinbarung und die angekündigten Maßnahmen umzusetzen.

Bereits am Donnerstag war Schäuble mit den Worten zitiert worden, er habe die jüngsten Äußerungen des griechischen Finanzministers Giannis Varoufakis mit "Fassungslosigkeit" aufgenommen. Dieser hatte entgegen der Zusicherungen vom Dienstag erneut einen Schuldenschnitt und einen Privatisierungsstopp ins Gespräch gebracht.

Kommentare (4)

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Herr Teito Klein

27.02.2015, 08:59 Uhr

Linksextremisten wüten in Athen
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Sie hinterlassen eine Spur der Zerstörung.
Autos wurden abgefackelt, Schaufenster eingeschmissen, Mülltonnen in Brand gesetzt.
Die vermummten, schwarzgekleideten, Linksextremisten sind gegen eine Verlängerung des griechischen Sparprogramms.

Herr shar wes

27.02.2015, 09:06 Uhr

Ja ja wie immer nur nicht selbst Verantwortung übernehmen und auch mal selbst aus eigener Kraft - zumindest versuchen - den Karren aus den selbstverschuldeten Bockmist herauszuziehen. Sind doch alles nur egoistische Schmarotzer selbst gegenüber ihrem eigenen Volk

elly müller

27.02.2015, 10:45 Uhr

Das ist sicher nur der Anfang, der Hass wird steigen und der Hass richtet sich gegen die Deutschen!

Die Griechen hätten nie der Währungsunion beitreten dürfen!

Ständige Geldflüsse von der Solidargemeinschaft der Euro-Zone machen es doch einfach!
Leiht Euch doch das Geld am Kapitalmarkt!! Ach geht ja nicht, da gibt es für schlechte Zahler kein Geld!

Das kann nicht gut gehen, die Griechen sehen einfach nicht ein, dass ein Leben im Euro kein Ponyhof ist! Sparen? Reformen? Was soll das, wenn es sich auch anders geht!

Ja es sind sicher viele Griechen in die Armut gefallen, aber nicht weil wir das wollten, sondern weil die von ihnen gewählten Regierungen dies so entschieden!

Hallo Griechen, auch in Deutschland gibt es sehr viele Arbeitslose, nicht wie die von der ARGE angegeben 3Mio sondern ca. 6Mio, denn wir verstecken diese arbeitslosen Menschen gerne in teuren Beschäftigungstherapien!

Auch in Deutschland haben viele keine Krankenversicherung und sind auf freiwillige Hilfen angewiesen!

Von den maroden Straßen und Schulen fange ich erst gar nicht an!

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