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19.07.2012

21:21 Uhr

Griechenland

Chef der Privatisierungsbehörde tritt ab

Griechenland verkauft Staatseigentum - das musste das verschuldete Land seinen Geldgebern versprechen. Aber die Privatisierungen verlaufen schleppend. Jetzt wirft offenbar der Chef der zuständigen Behörde das Handtuch.

Hellenic Petroleum gehört zu den griechischen Unternehmen, die privatisiert werden sollen. Reuters

Hellenic Petroleum gehört zu den griechischen Unternehmen, die privatisiert werden sollen.

AthenDer Chef der griechischen Privatisierungsbehörde gibt nach Informationen aus Regierungskreisen sein Amt auf. Kostas Mitropoulos sei zurückgetreten, sagten zwei Regierungsvertreter am Donnerstag der Nachrichtenagentur Reuters, ohne Gründe zu nennen.

Das hoch verschuldete Euro-Land kommt mit seinen dringend benötigten Privatisierungen nur im Schneckentempo voran. In diesem Jahr kann nach Angaben der Behörde lediglich der Verkauf der staatlichen Lotterie sowie eines Gebäudes in der Hauptstadt Athen abgeschlossen werden.

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Weiterer Rückschlag für die Pläne zur Privatisierung von Staatsbesitz in Griechenland: Nur die staatlichen Lotterie und ein Gebäude in Athen soll in diesem Jahr verkauft werden.

Der Verkauf von Staatseigentum war eine der zentralen Zusagen an die internationalen Unterstützer, die das Land mit Milliardenhilfen über Wasser halten.

Von

rtr

Kommentare (9)

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Mazi

19.07.2012, 22:07 Uhr

Es ist an der Zeit Kassensturz zu machen!

Was war richtig, was war falsch und was hat was gebracht? Was hat nichts gebracht?

Eines ist festzuhalten, dass das Geld weg ist und dem niederen griechischen Volk es dreckiger geht als je zuvor. Nur die Oberschicht macht weiter wie bisher, kassiert und zahlt weiterhin keine Steuern.

Ohne dass das Volk aufsteht, ändert sich dort nichts. Und ausgerechnet das, versicht man von hier zu verhindern indem man noch mehr Geld schickt.

Bei den Schulden, die da angehäuft wurden, müsste jedem Griechen das Geld aus den Ohren kommen. Ist aber nicht! Also ist es mal wieder "in starke Hände geflossen".

Geld, viel Geld hat's gekostet und nichts hat's gebracht. Griechenland ist offensichtlich nicht in der Lage sich selbst zu verwalten.

Es ist unverantwortlich, dass die griechische Oberschicht, die ja vorhanden ist, sich kaputt lacht über die Rettungsaktivitäten unseres Herrn Schäuble - wären da nicht die Rettungsmilliarden, die dankend in die Schweiz umgeleitet wurden.

Barroso sollte es zur Chefsache machen und sich sofort dort hin begeben.

noone

19.07.2012, 22:27 Uhr

Genauso ist es allerdings profitiert am meisten natuerlich die Europaeische Oberschicht die ihr Geld in Griechenland ITalien spanien Portugal angelegt hat und die nicht will das ein Land faellt weil sonst die anderen auch fallen wuerden und man am ende sein geld los waere. So gewinnt man Zeit und die EZB kauft den ganzen sch..... langsam auf bzw man zieht mit seinem Geld Richtung Norden.

hurra

19.07.2012, 22:56 Uhr

15 Milliarden waren für die Privatisierungen der Staatsunternehmen 2010 realistisch. Daraus wurden dann in den Rettungspaketen schöngerechnete 50 Milliarden, um die Pakete 'dem Steuerzahler' verkaufen zu können.

Privatisiert wurden zwei kleinere Unternehmen und nach zwei Jahren tritt die Lusche dann zurück. Wer will sich unproduktive, unmotivierte, überbezahlte Gewerkschafter und inkompetente, korrupte Staatsangestellte ans Bein binden.

Wahrscheinlich ist das jetzt nur noch ein Bruchteil davon wert, aber papier ist ja bekanntlich geduldig und die Programmzahlen habe ich bisher nicht angepasst gesehen.

Und in einem Jahr wird ein weiterer Chef der Privatisierungsbehörde gehen und es werden die Staatsbediensteten immer noch weiter von uns durchgefüttert.

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