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20.03.2017

10:38 Uhr

Griechenland

Finanzbeamte fordern Stopp des Sparkurses

Immer wieder wird eine Ende des Sparkurses in Griechenland gefordert. Nun protestierten griechische Finanzbeamte und hingen am Finanzministerium in Athen ein entsprechendes Transparent für ein Ende des Sparkurses auf.

Seit mittlerweile rund sieben Jahren unterliegt das Land dem Sparkurs und ist von seinen Gläubigern und Finanzspritzen abhängig. dpa

Sparkurs in Griechenland

Seit mittlerweile rund sieben Jahren unterliegt das Land dem Sparkurs und ist von seinen Gläubigern und Finanzspritzen abhängig.

AthenBeamte des griechischen Finanzamtes haben am Montag ein riesiges Transparent auf der Fassade des Finanzministeriums im Zentrum Athens aufgeschlagen, um damit gegen die Fortsetzung der Sparprogramme zu protestieren. „Stoppt die Austerität“, hieß es auf dem Transparent. Die geplante Reduzierung des jährlichen Steuerfreibetrages bedeute, dass Gehälter und Renten weiter gekürzt würden, hieß es weiter.

Griechenland hängt mittlerweile knapp sieben Jahre lang am Tropf der Gläubiger. Um weitere Finanzspritzen zu leisten fordern die Experten der EU, des Internationalen Währungsfonds (IWF), des Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) und der Europäischen Zentralbank (EZB) unter anderen Sparmaßnahmen auch die Senkung des jährlichen steuerfreien Betrages von heute 8636 auf unter 6000 Euro. Die Griechen haben seit Ausbruch der Finanzkrise etwa ein Viertel ihres Einkommens verloren.

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Von

dpa

Kommentare (1)

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Herr Michael Müller

20.03.2017, 11:55 Uhr

"Die Griechen haben seit Ausbruch der Finanzkrise etwa ein Viertel ihres Einkommens verloren."

Interessant. Um wieviel ist das Einkommen der Griechen vor der Krise gestiegen?

Griechenland lebt seit vielen Jahren nur auf Pump. Nun ist es einfach zu sagen, Ihr hättet uns das Geld ja nicht geben müssen. Das ist jedoch zu einfach. Mit dieser Argumentation müßte niemand seine Kredite zurückbezahlen. Zudem bekommt Griechenland ja weiterhin Geld. Der Greichenlogik zufolge müßte man sofort alle Zahlungen einstellen. Würde Griechenland im umgekehrten Falle Deutschland so unterstützen? Bestimmt nicht!!!

Da ist es für die Deutschen Steuerzahler nur ein Hohn, wenn man über die Steuergesetze Griechenlands hört. Beispiel Erbschaftssteuer für Ehegatten und Kinder:

Für Immobilien fällt dann 1 Prozent Erbschaftssteuer an, für börsennotierte Wertpapiere verlangt der Fiskus 0,6 Prozent, während sich die Erbschaftssteuer bei nicht börsennotierten Wertpapieren auf 1,2 Prozent beläuft. Bei allen anderen Vermögensformen liegt der Erbschaftssteuersatz für Erben der Steuerklasse A bei 10 Prozent.

Und in Deutschland wird der Mittelstand bis auf's Blut geschröpft um die EU, und somit auch Griechenland, zu finanzieren!

Ich bin gerne bereit Steuer zu bezahlen, auch viele Steuern. Nur muß es gerecht sein!

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