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07.03.2014

10:52 Uhr

Griechenland

Geteiltes Presse-Echo auf Gauck-Besuch

Am zweiten Tag seines Griechenland-Besuches wird Bundespräsident Gauck mit erneuten Forderungen nach Kriegsreparationen konfrontiert. Auch führende Zeitungen des Landes verlangen ein Entgegenkommen Deutschlands.

Die konservative „Kathimerini“ vertritt in einem Leitartikel die Ansicht, der Streit um Entschädigungen für die Opfer des Zweiten Weltkriegs könne über Verhandlungen oder einen internationalen Schiedsspruch gelöst werden. dpa

Die konservative „Kathimerini“ vertritt in einem Leitartikel die Ansicht, der Streit um Entschädigungen für die Opfer des Zweiten Weltkriegs könne über Verhandlungen oder einen internationalen Schiedsspruch gelöst werden.

AthenDie Diskussion über deutsche Reparationen für Verbrechen im Zweiten Weltkrieg ist aus Sicht griechischer Medien noch lange nicht ausgestanden. Am zweiten Tag des Staatsbesuches von Bundespräsident Joachim Gauck in Griechenland verlangten führende Zeitungen Entgegenkommen von Deutschland.

Die konservative Athener Zeitung „Kathimerini“ vertrat in einem Leitartikel die Ansicht, der Streit um Entschädigungen könne über Verhandlungen oder einen internationalen Schiedsspruch gelöst werden - „ohne Schreie und Populismus“. Gaucks Besuch in Athen und dem von der Wehrmacht zerstörten Dorf Lingiades seien „bedeutende symbolische Akte“. Beide Staaten sollten nun den Blick auf die Gemeinsamkeiten lenken und den „Teufelskreis der Wut und des Misstrauens“ durchbrechen. Deutschland müsse seine „strafende Haltung aufgeben“ und zeigen, dass es den Griechen mit Investitionen helfen wolle.

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Die größte griechische Zeitung der politischen Mitte, „Ta Nea“, lobte, Gauck habe eine Nachricht der Solidarität übermittelt. Beim Konflikt um eine Entschädigung für die Verbrechen der Nazis hätten der Bundespräsident und der griechische Staatspräsident Karolos Papoulias zwar „klare Thesen, die aber zu keiner Lösung führen“. Der Nachrichten-Radiosender Vima FM kommentierte: „Wir stehen da, wo wir auch vorher standen.“

Die linke Zeitung „AVGI“, die dem oppositionellen Bündnis der radikalen Linken (Syriza) nahesteht, kündigte am Freitag auf der Titelseite an, die Syriza werde die Reparationen im Fall einer Regierungsübernahme beanspruchen.

Von

dpa

Kommentare (7)

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07.03.2014, 11:28 Uhr

Jawolll... auf in die "Vereinigten Staaten von €uropa". Mit dem €uro als "politischen Projekt". Der €rfolg ist einfach unglaublich. Und dann noch der €U-Aufmarsch gegen Russland. €ndlich wird €uropa zur €inheit gezwungen, wie es sich Schäuble vorstellt... €Uropa wird SUP€RMACHT. Das tut so gut... €s ist gar nicht m€hr auszuhalt€€€€NNN!

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07.03.2014, 11:35 Uhr

Das Problem ist unsere schwache Regierung Merkel / Schäuble, die immer die Geldkoffer packen und niemals bei Forderungen gegen Deutschland Schluss sagen. Die Griechen benehmen sich wie ein trotziges Kind und hatte auch immer Erfolg damit.
Wie wäre es denn, wenn die Forderungen nach reparationszahlungen verrechnet würden mit den bisher geleisteten Zahlungen? Von den "Krediten" an Griechenland sehen wir doch eh nie wieder etwas. Also. Oder geht das nicht weil ja Schäuble Gouvernär bei der EZB ist und in dieser Funktion ein anderes Interesse hat, als die deutschen Steuerzahler?

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07.03.2014, 12:07 Uhr

Herr Schäuble ist ESM- Gouverneur (Europäischer Stabilitäts-Mechanismus, Finanzinstitution). Mit der EZB hat er nicht zu tun. Es sei denn, es gäbe dort eine geheime Funktion des Gouvenär. Was auch immer das sein mag.Dem EZB-Rat Dem EZB-Rat gehören alle Mitglieder des Direktoriums und zusätzlich alle Präsidenten der nationalen Zentralbanken der (momentan 18 (Stand: März 2014)) am Euro teilnehmenden Mitgliedstaaten an. Also kein Schäuble.

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