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12.02.2015

16:23 Uhr

Griechenland-Gipfel

Merkel ist zu Kompromissen mit Athen bereit

In Brüssel läuft der EU-Gipfel. Ganz oben auf der Tagesordnung steht der Schuldenstreit mit Griechenland. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dabei Kompromissbereitschaft signalisiert.

Angela Merkel hat vor dem Treffen in Brüssel Kompromissbereitschaft signalisiert. dpa

Gipfel zu Griechenland

Angela Merkel hat vor dem Treffen in Brüssel Kompromissbereitschaft signalisiert.

BrüsselBundeskanzlerin Angela Merkel hat im Schuldenstreit mit Griechenland Kompromissbereitschaft signalisiert. „Europa ist darauf ausgerichtet, und das ist auch der Erfolg Europas, einen Kompromiss zu finden“, sagte Merkel am Donnerstag vor Beginn des informellen EU-Gipfels in Brüssel, auf dem sie zum ersten Mal den neuen griechischen Regierungschef Alexis Tsipras trifft. „Kompromisse geht man ein, wenn die Vorteile die Nachteile überwiegen. Deutschland ist dazu bereit“, fügte Merkel hinzu.

Allerdings beruhe die Glaubwürdigkeit Europas darauf, dass Regeln eingehalten würden und man verlässlich zueinander sei. Nun werde geschaut, welche Vorschläge die griechische Regierung mache, die dann von den Euro-Finanzministern am Montag erörtert werden sollten. „Noch haben wir ja ein paar Tage Zeit, deshalb freue ich mich heute auf die erste Begegnung“, ergänzte Merkel.

Tsipras gab bei seiner Ankunft in Brüssel nur eine knappe Erklärung ab: „Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir gemeinsam eine grundlegende Lösung finden, um die Wunden der Austerität zu heilen, die humanitäre Krise in der EU zu bekämpfen und Europa zurück zu Wachstum und sozialem Zusammenhalt zu bringen“, sagte der Chef der linksgerichteten Syriza-Partei, der die bisherigen Sparauflagen der internationalen Geldgeber ablehnt.

EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker äußerte sich „sehr besorgt“, über die Lage, die eingetreten sei. Der britische Premierminister David Cameron mahnte sowohl Griechenland als auch die Euro-Länder, die Pattsituation so schnell wie möglich zu beenden, weil sonst die britische Wirtschaft leiden würde.

Ein Treffen der Euro-Finanzminister war in der Nacht zum Donnerstag ergebnislos auseinander gegangen, nachdem der griechische Finanzressortchef Yanis Varoufakis seine Zustimmung für eine gemeinsame Erklärung wieder zurückgezogen hatte.

Von

rtr

Kommentare (8)

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Herr Vittorio Queri

12.02.2015, 16:58 Uhr

>> „Europa ist darauf ausgerichtet, und das ist auch der Erfolg Europas, einen Kompromiss zu finden“, sagte Merkel am Donnerstag vor Beginn des informellen EU-Gipfels in Brüssel >>

Der GREXIT ist alternativlos ! Es ist nur noch eine Frage WIEVIEL, oder wie die Griechen zu sagen pflegen :

How much FAKELAKI ?

Die vorgesehenen 1,2 Bio. € als QE vom Draghi werden kaum reichen !

Frau Nelly Sachse

12.02.2015, 17:55 Uhr

Bevor man Griechenland aus der EU entlässt, wird man, darauf wette ich, sämtliche Vereinbarungen über Bord werfen. Die Frage ist nur, wie trickreich man dies dem deutschen Michel präsentiert. Die Lösung wird so aussehen, daß man ihm einerseits verkauft, alle blieben standfest, anderseits werden die Geldschleusen geöffnet. Draghi hat bereits mit den Milliarden an "Notkrediten" begonnen.

Herr Lothar Brandt

12.02.2015, 18:40 Uhr

Griechenland ist seit Beginn der Finanzkrise um 2008 Pleite, da beißt keine Maus den Faden ab.

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