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04.08.2011

12:08 Uhr

Griechenland

Graben gegen illegale Migranten

Grenzstreitigkeiten zwischen Griechenland und der Türkei sind seit Jahrzehnten ungelöst. Nun baut Griechenland einen Graben um illegale Migranten fernzuhalten.

Der geplante Graben zieht sich entlang des griechischen Flusses Evros. Quelle: picture-alliance / KPA/Hackenber

Der geplante Graben zieht sich entlang des griechischen Flusses Evros.

AthenGriechenland will mit dem Bau eines rund 120 Kilometer langen Grabens die illegale Migration aus der Türkei über den Grenzfluss Evros (türkisch: Meric) stoppen.

Der Bau des 30 Meter breiten und sieben Meter tiefen Grabens hat nach Angaben der Online-Ausgabe der Athener Zeitung „To Vima“ bereits begonnen. Die Internetseite veröffentlichte am Donnerstag eine Karte mit dem Verlauf des Grabens entlang des Flusses auf der griechischen Seite. Die ersten 14,5 Kilometer des Grabens seien bei der Ortschaft Orestiada ausgehoben worden. Der Graben soll auch militärischen Abwehr-Zwecken dienen, hieß es.

Griechenland und die Türkei streiten sich seit Jahrzehnten um Hoheitsrechte. Allein 2010 kamen nach Behördenangaben 128 000 Migranten nach Griechenland. In den vergangenen vier Jahren seien es insgesamt 512 000 gewesen.

Von

dpa

Kommentare (3)

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Island

04.08.2011, 14:01 Uhr

Das ist eine gute Idee und der Ausbau des Grabens könnte man als Beschäftigungsprogramm initiieren.

Dabei sollten Beschäftigungsprogramme eigentlich neue Arbeitsplätze generieren. Denken wir an ein Aufforstungsprogramm, die in der Folge Arbeitsplätze in der Forstwirtschaft und in der Möbelindustrie schaffen.

Dieses Programm kann aber nur ein Teil der Probleme lösen. Die Griechischen Unternehmer beschäftigen viele Illegale das führt zu einer Sogwirkung.

Die Situation ist also genauso wie bei uns, wobei wir die Illegalen bei Ausländischen Restaurant (Griechischen, Türkische, Chinesische, Vietnamesische) Restaurant finden sowie auf Baustellen (ironischer Weise meistens bei „Öffentlichen Bauten).

Also müssen die Unternehmer zur Verantwortung gezogen werden (z. b. Gefängnisstrafe) und eine stärkere Kontrolle.

Dabei müsste die Griechische Regierung die vorhandenen „Illegalen Migranten“ konsequent zurückschicken entweder in die Transitländer oder in die Herkunftsländer.

Die Gründe der Migration zu bekämpfen wäre die Aufgabe des Außenministeriums mit einer Zusammenarbeit mit dem Entwicklungsministerium (z. b. Familienplanung)

Diese Politik darf aber nicht von innenpolitischen Problemen ablenken, Migration ist ein Problem und die Auswirkungen sehen wir in unserem eigenen Land (höhere Kriminalität, mehr Arbeitslose, höhere Sozialausgaben etc.)

Durch die Rückführung der Migranten wird dieses Problem gelöst und die anderen Aufgaben werden dann weniger dringender. Es wäre aber ein Trugschluß die anderen Aufgaben wieder zu vertagen.

Account gelöscht!

04.08.2011, 14:53 Uhr

Von wem wird dieser Grenz-Graben finanziert???
Warum baut Griechenland erst jetzt diesen Graben???
Auf Antworten bin ich gespannt.
Danke

Island

04.08.2011, 16:12 Uhr

An Herr W. Fischer,

leider kann ich dazu nur Vermutungen anstellen wer den Graben bezahlt. Das müssten zu einen kleinern Teil der Griechische Steuerzahler sein und zum größten Teil die EU (also die Beitragszahler: BRD, Österreich, Niederlande, Finnland)

Die Vorteile stellen sich dann ein.

Die Frage warum Griechenland erst heute den Graben baut?

Dieselbe Frage könnte man der Bundesregierung stellen warum sie noch nicht die Grenzen schützt. (Es wurden letztes Jahr über 750.000 Illegale, Wirtschaftsflüchtlinge etc. die Einreise erlaubt)

Wir schicken auch noch keine Wirtschaftsflüchtlinge zurück (Polen, Russen etc.)

Ich sehe daß als Hoffnungsschimmer das man die Probleme (Migration) endlich angeht.

Dabei ist die „Flut“ schon da und schwillt weiter an.

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