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16.11.2011

18:58 Uhr

Griechenland

Griechen glauben in der Not an Papademos

VonGerd Höhler

Papademos kämpft um Hilfsgelder für sein Land. Aber er könnte scheitern. Der konservative Parteichef Antonis Samaras, der die Übergangsregierung eigentlich stützt, wirft dem neuen Premier Knüppel zwischen die Beine.

Mit breiter Mehrheit ist Lucas Papademos zum griechischen Premier gewählt worden. Doch damit herrscht noch lange keine Einigkeit. dpa

Mit breiter Mehrheit ist Lucas Papademos zum griechischen Premier gewählt worden. Doch damit herrscht noch lange keine Einigkeit.

So breite Unterstützung hat seit über 20 Jahren kein griechischer Premier mehr im Parlament bekommen: Mit 255 gegen 38 Stimmen hat die Volksvertretung am Mittwochabend dem parteilosen Ministerpräsidenten Lucas Papademos das Vertrauen ausgesprochen. Die beiden großen griechischen Parteien hatten sich vergangene Wochen nach langem Hin und Her auf die Bildung einer Übergangsregierung geeinigt, an der sich auch die rechtsextreme Partei Laos beteiligte. Aber wie solide sind die Fundamente, auf denen Papademos steht?

Der vergangene Woche zurückgetretene sozialistische Premier Giorgos Papandreou hätte Papademos am liebsten verhindert. Sein Favorit für das Amt des Premiers war Parlamentspräsident Philippos Petsalnikos, eine Marionette, die Papandreou nach Belieben hätte manipulieren können. Und auch der konservative Parteichef Antonis Samaras geht bereits auf Distanz zu dem Krisenmanager Papademos.

Der neue Premier unternimmt am Montag seine erste Auslandsreise. Sie wird ihn nach Brüssel führen. Dort wird er in Gesprächen mit EU-Ratspräsident Herman van Rompuy und Kommissionspräsident José Manuel Barroso die Weichen für eine schnelle Auszahlung der nächsten Kreditrate von acht Milliarden Euro stellen. Das könnte aber an der kompromisslosen Haltung der griechischen Konservativen scheitern. Sie lehnen die Sparauflagen der internationalen Geldgeber ab.

Als letzter Redner vor der Vertrauensabstimmung hatte Papademos, der acht Jahre lang Vizepräsident der Europäischen Zentralbank war und zuletzt als Wirtschaftsprofessor an der Harvard-Universität lehrte, die finanzielle Notlage des hoch verschuldeten Landes noch einmal in nüchternen, aber eindringlichen Worten beschrieben und ein Plädoyer für Griechenlands Verbleib in der Eurozone gehalten. Dazu müsse das Land aber die Auflagen der Kreditgeber in vollem Umfang erfüllen.

Kommentare (3)

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Account gelöscht!

16.11.2011, 19:33 Uhr

Der dumme Kauder soll sich mit den Konservativen in Athen beschäftigen und nicht gegen Großbritanien zu Felde ziehen.Diese Leute sind nicht auszuhalten.Man muss Samaras soforn klarmachen, dass Griechenland über Nacht aus dem Euro fliegt,falls er mit seiner Dummheit wietermacht.

AlexanderBerg

16.11.2011, 21:34 Uhr

Das glaubt doch noch nicht einmal derjenige, der es verfasst hat. XD

Account gelöscht!

16.11.2011, 22:32 Uhr

War der Papademos nicht derjenige der GR mit Schmu und Betrug in die EU geführt hat? - wenn ja na dann hat er mit Sicherheit einen kleinen Trick in der Hinterhand...

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