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01.10.2013

14:43 Uhr

Griechenland

Gruppe von Neonazis vor Ermittlungsrichtern

Die ersten Mitglieder der griechischen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte sind am Dienstag Untersuchungsrichtern vorgeführt worden. Ihnen wird Mord vorgeworfen. Der Chef der Partei ist für Mittwoch vorgeladen.

Der Chrysi-Avgi-Vorsitzende Nikos Michaloliakos ist für Mittwoch vorgeladen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor. ap

Der Chrysi-Avgi-Vorsitzende Nikos Michaloliakos ist für Mittwoch vorgeladen. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor.

AthenDie ersten der am Wochenende festgenommenen Mitglieder der griechischen Neonazi-Partei Goldene Morgenröte (Chrysi Avgi) sind am Dienstag in Athen Untersuchungsrichtern vorgeführt worden. Auch vier der sechs festgenommenen Parlamentsabgeordneten der Partei sollten im Laufe des Tages vor den Richtern erscheinen. Darunter sind der Parteisprecher Ilias Kasidiaris, der für die paramilitärische Ausbildung der Parteimitglieder zuständig sein soll, und der bei der Polizei einschlägig bekannte Giannis Lagos.

Der Chrysi-Avgi-Vorsitzende Nikos Michaloliakos wurde für Mittwoch vorgeladen, sein Stellvertreter Christos Pappas für Donnerstag. Die Staatsanwaltschaft wirft ihnen unter anderem Mitgliedschaft in einer kriminellen Vereinigung vor. In einem an die Presse gelangten Bericht der Staatsanwaltschaft ist von einer Serie „krimineller Handlungen“ die Rede, darunter auch Morde und versuchte Morde. Den Festnahmen vorausgegangen war die Ermordung eines linksgerichteten Rap-Musikers durch ein Parteimitglied in der Nacht zum 18. September.

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Athen will kriminellen Parteien den Geldhahn zudrehen

Nach der Festnahme von Funktionären der rechtsradikalen Partei Goldene Morgenröte will Griechenlands Regierung der Gruppierung den Geldhahn zudrehen. Geplant ist dazu ein Gesetz zur Parteienfinanzierung, das "so bald wie möglich" vom Parlament gebilligt werden soll, wie ein Regierungssprecher am Montag der Nachrichtenagentur dpa sagte.

Die Partei ist mit 18 Abgeordneten im Parlament vertreten - und hat daher auch Anspruch auf Geld aus der Staatskasse. Das Justizministerium will nach eigenen Angaben rasch Gesetze vorschlagen, um die Finanzierung der Partei mit öffentlichen Mitteln zu stoppen. Parteienverbote sind in der griechischen Verfassung nicht vorgesehen.

Von

afp

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